Je eher im April der Schlehdorn blüht, ...

Je eher im April der Schlehdorn blüht, ...

Beitragvon -sd- » 23.06.2022, 12:23

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Wenn der Hahn kräht auf’m Mist,
ändert sich’s Wetter oder’s bleibt wie’s ist.

Zeigt sich im April die Blüte,
wird die Frucht von mäßiger Güte.

Gras, das im April wächst, steht im Mai.

Je eher im April der Schlehdorn blüht,
desto eher der Schnitter zur Ernte zieht.

Jetzt muß der Holunder sprossen,
sonst wird der Bauern Miene verdrossen.

Stellen Blätter an den Eichen schon vor Mai sich ein,
gedeiht im Lande Korn und Wein.

Bauen im April schon die Schwalben,
gibts Futter, Korn und Kalben.

Maikäfer, die im April schon schwirren,
müssen dann im Mai erfrieren.

Nasser April und kühler Mai,
füllt die Speicher und macht viel Heu.

Friert's zu St. Vital (28.), friert's noch 15 Mal.

Aprilregen ist Gottessegen.

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Mai kühl und naß, füllt dem Bauern Scheun und Faß.

Kühler Mai, ist 'ne alte Regel,
beschert viel Arbeit für Keller und Flegel.

Nasser Mai, wenig Heu.

Maientau macht grüne Au;
Maienfröste sind unnütze Gäste.

Strahlt St. Urban im Sonnenschein,
gibt’s vielen guten Wein.

Ein Bienenschwarm im Mai, ist wert ein Fuder Heu.

Die drei Eismänner ohne Regen,
für Bauer und Winzer großer Segen.

Gibt’s im Mai der Nebel viel,
fehlt’s an Äpfeln und Birnen zum Spiel.

Im Mai soll dem Hirten der Rock vom Leibe faulen,
dann wird ein gutes Jahr.

Viel Gewitter im Mai, singt der Bauer Juchhei.

Wenn im Mai die Wachteln schlagen,
läuten sie an Regentagen.

Mairegen auf Saaten, regnen Dukaten.

Blühen die Eichen Ende Mai,
es ein gutes Schmalzjahr sei.

Ist es klar am Petronell (31.),
messt den Flachs ihr mit der Ell.

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