Fast neun Millionen Vertriebene im Bundesgebiet.

Fast neun Millionen Vertriebene im Bundesgebiet.

Beitragvon -sd- » 15.04.2022, 09:52

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Fast neun Millionen Vertriebene im Bundesgebiet.

Seit der Volkszählung im September 1950 hat die Zahl der Vertriebenen im Bundesgebiet
um 889.374 auf insgesamt 8,867 Millionen Personen zugenommen. Die Zunahme ist durch
Zuwanderung von Heimatvertriebenen, die bisher in der Sowjetzone wohnhaft waren,
durch Aufnahme von Transporten aus den deutschen Ostgebieten, durch Zureise aus dem
Ausland — vor allem aus Österreich — sowie durch Geburtenüberschuss erfolgt. Auch eine
Anzahl von Kriegsgefangenen, die aus sowjetischen Lagern entlassen wurden, erhielt den
Vertriebenenstatus, sofern sie aus den Vertreibungsgebieten stammten.

Die Zahl der Sowjetzonenflüchtlinge, die durch das Notaufnahmeverfahren gegangen sind,
betrug im Jahre 1955 insgesamt 252.870; unter ihnen befanden sich 68.000 Vertriebene.
Seit der Volkszählung im September 1950 hat die Bundesrepublik 1,161 Millionen Flüchtlinge
aus der sowjetischen Besatzungszone aufgenommen. Es muß aber damit gerechnet werden,
dass die Zahl derer, die aus der SBZ nach Westdeutschland übergesiedelt sind, um rund 30
Prozent höher liegt, da wahrscheinlich 300.000 bis 400.000 am Notaufnahmeverfahren
vorbeigegangen sind.

Quelle: OSTPREUSSEN-WARTE, April 1956

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