Denkmal für 1.138 vertriebene Hamburger.

Deutschland unter französischem Einfluß.

Denkmal für 1.138 vertriebene Hamburger.

Beitragvon -sd- » 01.06.2018, 10:16

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Von den Hamburgern, welche im Jahre 1813 sich nicht hatten provian-
tiren können und deswegen aus der Stadt getrieben worden waren,
fanden viele infolge Erkrankung Aufnahme in Altonaer Lazarethen.
1138 von ihnen starben jedoch und wurden auf der Wiese bei Ottensen
begraben.

Am 14. Januar 1815 pachtete die Hamburger Kämmerer diesen Platz
auf 25 Jahre und die Patriotische Gesellschaft errichtete am 28. Mai
einen Denkstein mit der Aufschrift:

"Hier ruhen die Gebeine von 1138 vertriebenen Hamburgern. -
Friede den Entschlafenen. -
Dieses Denkmal errichteten Hamburgs trauernde Mitbürger
1815 den 28. Mai."

Nach Ablauf der Pachtzeit überführte man Gebeine und Denkstein
nach dem St. Nicolai-Friedhof vor dem Dammthor.

Quelle: Ergänzungsband
'Hamburgs Vergangenheit und Gegenwart.'
Gebundene Ausgabe.
Verlag von Wendt & Co Hamburg. 1897.
Originalgetreuer Nachdruck (Reprint).
1980 herausgegeben vom Hamburger Abendblatt.

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