Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945.

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Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945.

Beitragvon -sd- » 08.12.2016, 18:19

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'Kalte Heimat - Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945'
von Andreas Kossert
431 Seiten, 24,95 €
ISBN 978-3-88680-861-8

Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen mehr als 14 Millionen Menschen aus
den deutschen Ostgebieten, der überwiegende Teil in die westlichen
Besatzungszonen. Diejenigen, die Flucht und Vertreibung überlebt hatten,
wurden von ihren deutschen Landsleuten aber nicht aufgenommen, sondern
ausgegrenzt. Während die Vertriebenen schon alles verloren hatten, fühlten
sich die Westdeutschen durch den Zustrom der "Fremden" bedroht, mit
denen sie ihre glücklich durch den Krieg gebrachten Besitztümer teilen
sollten. Vorurteile und der mit dem Lastenausgleich aufkommende Neid
erschwerten das Zusammenleben zusätzlich.

Ohne die Vertriebenen, die mit Nichts begannen, hätte es jedoch ein
"Wirtschaftswunder" nicht gegeben; sie waren ein wichtiger Motor der
Modernisierung in der Bundesrepublik. So wurden sie zwar als Wähler heftig
umworben, zugleich aber mit ihren Traumatisierungen allein gelassen.

Andreas Kossert hat die schwierige Ankunftsgeschichte der Vertriebenen
umfassend erforscht und beleuchtet erstmals diesen blinden Fleck der
deutschen Nachkriegsgeschichte. In seinem Buch beschreibt er eindrucks-
voll die Erfahrungen derjenigen, die durch den Krieg entwurzelt wurden
und immense Verluste erlitten haben, und er fragt danach, welche Folgen
das nicht nur für die Vertriebenen und ihre Nachkommen, sondern auch
für die ganze Gesellschaft bis heute hat.

Aus dem Inhalt:

Vertriebene als Opfer ?
Die Herkunftsgebiete der deutschen Vertriebenen
Der Exodus der Deutschen aus dem Osten
"Die Polacken kommen"
- Traumatisierung und Schmerz
- Elend, Hunger und Nissenhütten
- Deutscher Rassismus gegen deutsche Vertriebene
"Deutschlands Problem Nr. 1 "
- Eingliederungsbemühungen und Lastenausgleich
"Verzicht ist Verrat"
- Interessenvertretung und Politisierung der Vertriebenenfrage
"Verschwiegene vier Millionen"
- Vertriebene in der SBZ und in der DDR
"Mit den Vertriebenen kam Kirche"
- Kirchen und Frömmigkeit
Ein deutsches Thema
- Flucht, Vertreibung und Vertriebene in Literatur und Medien
Mehr als Trachten und Heimattümelei
- Das kulturelle Erbe der Vertriebenen
Unbewältigter Schmerz
- "Eine Flucht, die niemals endet"
- Gesamtdeutsche Verpflichtung zu Dokumentation und Erinnerung
Kalte Heimat
- Vertriebene als Opfer


Das Buch ist bebildert.

Andreas Kossert, geboren 1970, studierte in Deutschland, Schottland
und Polen Geschichte, Slawistik und Politik. Der promovierte Historiker
arbeitet am Deutschen Historischen Institut in Warschau und ist ein
ausgewiesener Kenner des östlichen Mitteleuropa.

Buchveröffentlichungen: 'Masuren. Ostpreußens vergessener Süden.' (2001);
'Ostpreußen. Geschichte und Mythos.' (2005)

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Mitgeteilt von Gerda Matzke.
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