Kirchenbücher im GStA Berlin-Dahlem.

Kirchenbücher im GStA Berlin-Dahlem.

Beitragvon -sd- » 27.11.2012, 13:22

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Kirchenbücher im GStA Berlin-Dahlem.

Kann mir jemand die im Geheimen Staatsarchiv (GStA) in Berlin-Dahlem
vorhandenen Kirchenbücher z.B. von Ostpreußen nennen ?
Für eine Vorbestellung wäre das sehr hilfreich.



Vielleicht findest Du hier, was Du suchst.

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz | Bestände, Nachlässe & Sammlungen:
http://www.gsta.spk-berlin.de/bestaende ... gen_4.html


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Carsten Fecker schrieb hierzu:
(Moin Dieter ! Zustimmung hiermit erteilt. Mit besten Grüßen, Carsten)

Laut einer in der 'Altpreußischen Geschlechterkunde',
Neue Folge, Bd. 36 (2006), veröffentlichten Aufstellung
sind im Geheimen Staatsarchiv folgende
ostpreußische Kirchenbücher überliefert:

Amtsgerichtsbezirk Königsberg
Stadtkirchen.

 
Altroßgartener Kirche 1815-26, 1828-1874
Altstädtische Kirche  1800-1874
Burg-Kirche   1815-1874
Dom-Kirche        1800-28, 1830-1840, 1842-1874
Festungskirche       1817-1853
Franz. Reform. Kirche    1823-1874
Kirche Friedrichskolleg     1831-1853
Haberberger Kirche     1800-69, 1871-1874
Katholische Kirche   1764-1876
Litauische Kirche    1873
Löbenichter Kirche    1800-1874
Mennoniten Gemeinde   1766-75, 1794-1832,1837-39, 1841-1844
Neuroßgärtner Kirche   1650-1702, 1780-1874
Polnische Kirche auf dem Steindamm     1708-1740, 1795-1874
Ponarther Kirche          1899-1944
Sackheimer Kirche    1815-32,1834-1863, 1868-1874
Schloß-/ Garnison-K.   1691-1709,1815-74
Tragheimer Kirche        1636-53,1784-1800, 1815-1874
 
 
Kirchen im Landkreis.
 
Arnau         1818-1874
Borchersdorf   1816-1874
Haffstrom       1817-1873
Heiligenwalde   1823-1874
Juditten        1805-16,1819-1913
Laptau            1813-1874
Lichtenhagen      1800-1874
Löwenhagen       1803-1867
Ludwigswalde      1800-01,1811-1874
Mahnsfeld          1800-1874
Medenau       1815, 1817-1871
Neuhausen       1822-1874
Ottenhagen       1800-1874
Pobethen         1822-1874
Postnicken        1800-1874
Powunden         1813-1874
Quednau          1802,1811-1874
Rudau             1811-1874
Sarkau           1810-1874
Schaaken        1800-1874
Schönwalde       1820-1873
Seligenfeld    1800-1817,1828, 1833-1874
Steinbeck     1749-1943
Wargen        1805-1874 

Amtsgerichtsbezirk Fischhausen. 
Fischhausen                          1822-1874

Amtsgerichtsbezirk Pillau. 
Alt-Pillau                          1712-93, 1807-1863               Kommunikanten
                                          1820-75, 1892-1942         Konfirmanden
                                          1885-1925                   Taufen
                                          1885-1944                   Tote

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Im Bestand des Geheimen Staatsarchivs in Berlin-Dahlem befindet sich u.a.

IIHA Generaldirektorium (1723-1808).

Abt. 7 - Ostpreußen und Litauen.
Abt. 9 - Westpreußen und Netze-Distrikt.
Abt. 10 - Südpreußen.

Siehe hierzu > http://ahnen-navi.de/viewtopic.php?p=1574

Herbert Pöppel hat dankenswerterweise aus den Findbüchern eine
Übersicht der Ämter-Sachen und Ämter-Verpachtungs-Sachen erstellt.

Außerdem gibt es noch die Städte-Sachen, die für Familienforschung interessant sein
können. Unter Städte-Sachen könnten sich Bürgerlisten sowie Gerichtsprotokolle befinden.

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Samlandkreis: Ersatz-Urkundenbeschaffung.

Beitragvon -sd- » 14.01.2019, 19:19

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Samlandkreis: Ersatz-Urkundenbeschaffung.

Standesamtsregister aus dem Samlandkreis Fischhausen sind so gut wie keine
gerettet worden. Lediglich vom Standesamt Tannenwalde befinden sich zwei
Geburtsregister (ohne Jahrgangsangabe) beim Standesamt I (1) Berlin C 2,
Stralauer Straße 42/49. Die gesamten Register des Standesamts der Seestadt
Pillau sind durch die Auslagerung nach Soldau (Neumark) verlorengegangen,
jedenfalls habe ich bisher über den Verbleib im polnisch besetzten Gebiet
keinen Aufschluß erlangen können.

Zum Nachweis über ihren Personenstand sind die Landsleute nunmehr auf
Ersatzurkunden auf Grund der in Sicherheit gebrachten Kirchenbücher ange-
wiesen. Ich gebe eine Übersicht über die amtlichen Stellen, die sich im Besitz
von Kirchenbüchern der evangelischen Pfarrämter befinden und auf Anfor-
derung Ersatzurkunden ausstellen:

Berliner Hauptarchiv, Berlin-Dahlem, Archivstr. 12/14:

Fischhausen: Tauf-, Trau- und Totenregister von 1648 bis 1944;
Germau: Tauf-, Trau- und Totenregister von 1674 bis 1944;
Groß-Heydekrug: Tauf-, Trau- und Totenregister von 1896 bis 1944;
Laptau: Tauf-, Trau- und Totenregister von 1813 bis 1874;
Lochstädt und Alt-Pillau: Tauf-, Trau- und Totenregister von 1663 bis 1944;
Medenau: Tauf-, Trau- und Totenregister von 1815 bis 1874;
Palmnicken Tauf-, Trau- und Totenregister von 1906 bis 1944;
Pobethen Tauf-, Trau- und Totenregister von 1808 bis 1874;
Rauschen: Tauf-, Trau- und Totenregister von 1929 bis 1944;
Rositten und Sarkau: Tauf-, Trau- und Totenregister 1810 bis 1874;
Rudau: Tauf-, Trau- und Totenregister von 1811 bis 1874;
Tenkitten: Tauf-, Trau- und Totenregister von 1766 bis 1876;
Thierenberg: Tauf-, Trau- und Totenregister von 1842 bis 1944;
Wargen: Tauf-, Trau- und Totenregister von 1805 bis 1874.

Seestadt Pillau: Das Verzeichnis der in der Zeit vom 01.01.1945 bis 31.03.1945
standesamtlich beurkundeten Sterbefälle der Einheimischen und Flüchtlinge
habe ich dem Berliner Hauptarchiv zur Verfügung gestellt und können von
dieser Stelle Urkunden angefordert werden.

Das 'Archivamt der Evangelischen Kirche in Deutschland', Hannover, Militärstr. 9,
besitzt die Kirchenbücher des ev. Pfarramts Pillau I und erteilt Auskünfte und
Urkunden.

Die Evangelische Oberkirchenkanzlei, Berlin-Charlottenburg, Jebensstr. 3,
gibt Auskunft über einige Kirchenbücher von Lochstädt und Alt-Pillau.

Ich mache noch darauf aufmerksam, daß "Kriegssterbefälle" von Personen,
die weder ihren letzten Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt im
Bezirk eines deutschen Standesbeamten hatten, bei dem Standesbeamten
des Standesamts I in Berlin C 2, Stralauer Straße 42/43, beurkundet worden
sind und eine Sammlung der „nachträglich" im Bundesgebiet beurkundeten
'Personenstandsfälle von Heimatvertriebenen' sich beim Hauptstandesamt
Hamburg, Johanniswall 4, befindet. Es empfiehlt sich, bei diesen Standes-
ämtern über die vermißten Angehörigen unter Angabe der Personalien,
Dienstgrad, Truppenteil und des letzten Wohnsitzes Nachfrage zu halten.

Soweit die früheren Bürgermeister, Standesbeamten und Pfarrer (beider
Konfessionen) des Samlandkreises Fischhausen über den Verbleib von
Urkundenmaterial unterrichtet sind, bitte ich, mich zur Vervollständigung
meiner Unterlagen zu informieren, ebenso wie ich zu jeder Auskunft gegen
Portoerstattung gern zur Verfügung stehe.

Hugo Kaftan, Vluyn, Kreis Moers

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 5. August 1951

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