Berufe dieser Welt. Beispiel 'Böttcher'.

Einige Berufsgruppen und deren Arbeitsbedingungen
u.a. Eisenbahner, Postbedienstete, Lehrer/innen, Förster, Müller, 'Unstete Berufe'.
Biographien deutscher Parlamentarier 1848 bis heute.

Berufe dieser Welt. Beispiel 'Böttcher'.

Beitragvon -sd- » 22.09.2017, 09:01

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Berufe dieser Welt:
https://berufe-dieser-welt.de/berufe-von-a-bis-z/

Beispiel 'Böttcher':
https://berufe-dieser-welt.de/die-boettcher/


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Das 'Preußische Wörterbuch' von Riemann et al. erläutert
sowohl 'Böttchermeister' als auch 'Büttenmacher' als
/Handwerker, der hölzerne Gefäße herstellt/. Auch das Wort
'Bütte' für /Bottich/ ist gelistet,
siehe auch 'de Bütt' im rheinischen Karneval, in dem die
Narren zu ihren Vorträgen traditionell im Faß auftreten.

Es ist nichts Außergewöhnliches, daß 'ö' und 'ü' in solchen
Ausdrücken nebeneinander erscheinen. In den ostpreußischen
Dialekten wurden 'ö' und 'ü' allerdings entrundet, d. h.
sie wurden /e/ und /i/ ausgesprochen.

Rolf-Peter Perrey

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Moin Dieter, selbstverständlich erlaube ich Dir meine kurze
Antwort zu übernehmen ! Setze Dir hier noch Genaueres hinzu,
das ich für die Liste als nicht so relevant betrachtet habe, denn
es ging dort ja nur um eine Idee dazu, um welchen Beruf eines
Vorfahren es sich wohl handeln könnte.


'Böttcher' ist ein vorwiegend in Norddeutschland gebräuchliches
Wort . Mittelniederdeutsch 'bödeker', mittelniederländisch
'boedeker', 'bodeker', frühneuhochdeutsch (mitteldeutsch)
'botticher', 'büttiger'.


In mitteldeutschen und süddeutschen Gegenden benutzt man:
ostmitteldeutsch [damit auch im ostpreußischen Ermland und
Oberland möglich !] / ostfränkisch 'Büttner', westmitteldeutsch /
westoberdeutsch 'Küfer', bairisch* 'Schäffler'.

*Anmerkung: Meint man die Sprache/Mundart, schreibt man
'bairisch', meint man das Land und/oder die Einwohner, schreibt
man 'bayerisch'.

Meine sprachlichen Belege stammen aus Pfeifer, Wolfgang:
'Etymologisches Wörterbuch des Deutschen',
A-G, Akademie-Verlag: Berlin 1989.

Peter
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