Es war meine Heimat, mein Allenstein.

Es war meine Heimat, mein Allenstein.

Beitragvon -sd- » 19.08.2019, 11:47

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Die Heimat, umgeben von herrlichen Seen,
von dunklen Wäldern, von lichten Höh'n,
die Straßen so heimisch, so lieb und vertraut,
Tor, Dom, Schloß, noch vom Orden erbaut,
von des Rathauses Turm — weit war es bekannt —
wehten achtunddreißig Glocken ihre Lieder ins Land.
Wo lag diese Perle, was konnte es sein ?
Es war meine Heimat, mein Allenstein.

Und war einst um Weihnacht zur Dämmerzeit
der Fuß leicht beschwingt zum Städtchen geeilt,
zwei Kinder des Waldes in stolzer Pracht
erleuchten strahlend die Weihenacht.
Dann haben die Glocken ins Herz gesungen
leise verwehend: „Es ist ein Ros' entsprungen“.
Dieser Weihnachtszauber, wo mag er wohl sein ?
Nur in meiner Heimat, in Allenstein.

Versunken in Leid ist all' diese Pracht,
die uns die Heimat zur Heimat gemacht.
Fremd in der Fremde, voll Tränen der Blick,
so schau'n wir heut' auf Vergangnes zurück.
Still müssen wir weiter den Leidensweg geh'n,
bis einst wir am Ende die Heimat sehn.
Und wie hieß das Teure, das wir Heimat genannt ?
Unser Allenstein war es im Ostpreußenland.

Verfasser:in leider (noch) nicht bekannt.

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