Schlesien in den Grenzen vom 31. August 1939.

Schlesien in den Grenzen vom 31. August 1939.

Beitragvon -sd- » 16.08.2020, 12:12

----------------------------------------------------------------------------------------

'Das deutsche Schlesien in den Grenzen vom 31. August 1939'.

Schlesien war 1939 mit seinem Flächenumfang von 36.696,40 qkm
die größte Provinz Preußens. Die Grenzlinie verlief im Südwesten
identisch mit der Reichsgrenze zur Tschechoslowakei auf dem Kamm
der Sudeten; sie berührte im Westen mit dem Zipfel der Kreise
Hoyerswerda und Rothenburg das oberlausitzisch-sächsische Gebiet
um Bautzen und Kamenz und das brandenburgische Gebiet um
Spremberg, Forst und Sorau. Im Norden schob sich der Kreis Grün-
berg zwischen Crossen und Züllichau in die Provinz Brandenburg vor.
Von hier verlief die Grenze in südöstlicher Richtung identisch mit
der Reichsgrenze zu Polen, bis zu dem Punkt im südlichsten Zipfel
des Kreises Ratibor, an dem sich die Staatsgrenzen Deutschlands,
Polens und der Tschechoslowakei berühren.

Schlesien war gegliedert in die drei Regierungsbezirke Breslau
mit vier Stadt- und achtzehn Landkreisen, Liegnitz mit vier Stadt-
und siebzehn Landkreisen und Oppeln mit sechs Stadt- und vier-
zehn Landkreisen.

Quelle: Bernhard Grund 'Das kulturelle Leben der Deutschen
in Niederschlesien unter polnischer Verwaltung 1947 bis 1958
.'

Bonner Berichte aus Mittel- und Ostdeutschland.
Herausgegeben vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen.

----------------------------------------------------------------------------------------

Ergänzende, zusammenfassende Anmerkungen aus dem obigen Heft:

Nach Abschluß der Massenaustreibungen lebten 1947 in Niederschlesien
noch etwa 110.000 Personen, die bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs
deutsche Staatsbürger waren. Davon hatten etwa 40.000 in der Not der
ersten Nachkriegsjahre als "Autochthone" die polnische Staatsangehö-
rigkeit angenommen, rund 70.000 waren von den polnischen Verwal-
tungsbehörden wegen Mangels an Arbeitskräften zrückgehalten worden
und bildeten nunmehr die von der polnischen Statistik anerkannte
deutsche Restbevölkerung Niederschlesiens. Es waren fast ausschließ-
lich Berg-, Fabrik- und Landarbeiterfamilien, von denen mehr als die
Hälfte im Waldenburger Steinkohlenrevier lebten.
Die Lebensbedingungen dieser Deutschen waren unvorstellbar hart. ...
Benutzeravatar
-sd-
Site Admin
 
Beiträge: 4799
Registriert: 05.01.2007, 16:50

Zurück zu Schlesien-Kartenmaterial, Stadtpläne, Adreßbücher

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast