Sowjetische Infanterie-Divisionen rücken in Ungarn ein.

Was Sie zu Ungarn wissen sollten.
Zur Geschichte einer gescheiterten Volkserhebung.

Sowjetische Infanterie-Divisionen rücken in Ungarn ein.

Beitragvon -sd- » 19.09.2017, 19:18

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Zwanzig sowjetrussische Infanterie-Divisionen in einer Stärke von 200.000
Mann rücken seit dem letzten Sonntag in Ungarn ein. Nachdem die dreizehn bis
fünfzehn Panzer-Divisionen den Widerstand der Ungarn nicht brechen konnten,
glaubt Moskau offensichtlich, durch die Überschwemmung des Landes mit
Infanterie und Pionieren wieder das Land in seine Gewalt zu bekommen.

Sowjetische Truppen sind in Bulgarien einmarschiert um ähnliche Vorgänge wie
in Ungarn und Polen zu verhindern. Dies geht aus Berichten aus Sofia hervor.
Im Gegensatz zu seinen Nachbarstaaten Rumänien und Ungarn hatte Bulgarien,
obwohl es dem Warschauer Pakt angehört, bisher keine sowjetischen
Truppenstationierungen im Lande.

Der Strom der ungarischen Flüchtlinge nach Österreich hält unvermindert an.
Bisher haben mehr als vierzigtausend Flüchtlinge die Grenzen überschritten.
Ein Teil von ihnen ist bereits in andere Länder weitergereist.

Eine Spende von 10.000 Tonnen Mehl für das leidende ungarische Volk
beschloß die Bundesregierung. Die Transporte haben bereits begonnen. Die
Verteilung erfolgt in Ungarn durch das Rote Kreuz.

Quelle: OSTPREUSSEN-BLATT, 24. November 1956

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Eine weitere Verstärkung der Sowjet-Garnisonen wird sowohl aus Rumänien wie
auch aus Bulgarien gemeldet.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 22. Dezember 1956

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