Moskaus Treiben in der ganzen Welt durchschaut.

Was Sie zu Ungarn wissen sollten.
Zur Geschichte einer gescheiterten Volkserhebung.

Moskaus Treiben in der ganzen Welt durchschaut.

Beitragvon -sd- » 19.09.2017, 19:06

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[]Die Maske der Koexistenz fiel !
Moskaus Treiben in der ganzen Welt durchschaut.[]

Die sowjetischen Schandtaten in Ungarn haben in aller Welt und gerade auch
in den Ländern, in denen man sonst noch den Versprechungen des Kremls nach
einer Koexistenz einigermaßen gläubig gegenüberstand, ein völlig eindeutiges
Echo gefunden. Die Auswirkungen dieser Demaskierung Moskaus werden den roten
Machthabern recht unangenehm sein. Nicht nur in den Ländern des Westens
diesseits und jenseits des Atlantiks, auch in vielen Staaten Asiens und in Afrika
sind vielen Menschen die Augen geöffnet worden. Große Demonstrationen
fanden fast überall außerhalb des Ostblocks vor den Sowjetgesandtschaften
und roten Konsulaten statt. Oft konnte die empörte Menge nur mit Mühe daran
gehindert werden, in die Vertretungen Moskaus einzudringen.

Wie auch traditionell neutrale Staaten und Völker auf die blutigen Ereignisse in
Ungarn reagierten, dafür seien hier einige Beispiele genannt. Der schwedische
Ministerpräsident gab unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Niederwerfung
des ungarischen Aufstands bekannt, daß der ursprünglich geplante Besuch
Bulganins und Chruschtschows in der schwedischen Hauptstadt für seine Nation
nicht mehr aktuell sei. In Schweden, Norwegen und mehreren westeuropäischen
Ländern wurden Konzerte und sonstige Veranstaltungen abgesagt, zu denen
sowjetrussische Künstler eingeladen worden waren.

In der Schweiz richteten Parteien und viele Organisationen an die Regierung das
dringende Ersuchen, die diplomatischen Beziehungen mit der Sowjetunion abzu-
brechen. In den holländischen Häfen weigerten sich Arbeiter und Makler,Sowjet-
schiffe abzufertigen. Die Stadt Amsterdam, in der es seit 1945 immer noch einen
Stalinplatz gab, beschloß einstimmig, diesen im Hinblick auf die Ereignisse in
Ungarn in Freiheitsplatz umzubenennen. Die niederländischen Setzer und Buch-
drucker der Staatsdruckerei beschlossen, künftig den Druck von kommunistischen
Reden im Parlament zu verweigern. In einer Reihe von Ländern haben auch die
Reisebüros alle noch bestehenden Beziehungen zum russischen 'Intourist' abge-
brochen. Eine Reihe von Delegationen von Gewerkschaften, Wirtschaftlern usw.,
für die Informationsreisen nach der Sowjetunion geplant waren, hat auf diese
Fahrten endgültig verzichtet.

Als die französische Nationalversammlung zusammentrat, rief man den
kommunistischen Abgeordneten zu: "Ihr Mörder, geht doch nach Moskau !"
Das Pariser Parteihaus der KP wurde von der Jugend gestürmt und in Brand
gesteckt. In zahlreichen Zeitungen wurde betont, der Westen sei davon über-
zeugt, daß die Friedensversicherungen und die Beteuerungen der Sowjets,
dort wolle man auf die Stalin'schen Methoden verzichten, völlig entlarvt
seien.

Quelle
: OSTPREUSSENBLATT,

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