Quarantäne-Lager Flessenow.

Quarantäne-Lager Flessenow.

Beitragvon -sd- » 01.04.2021, 19:29

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Günter Koslowski 'Aus dem Dunkel des Vergessens':
https://www.amazon.de/Aus-dem-Dunkel-Ve ... 3931185311

Er schreibt in seinem Buch über Schicksale und Berichte aus dem Quarantäne-
Lager Flessenow in den Jahren 1945-1947. Dem Buch sind Dokumente dazu
beigefügt. "Viele Tausende Menschen durchliefen das Lager Flessenow. So
verschieden für den einzelnen das Durchlebte auch gewesen sein mag, das
Schicksal hatte sie alle gemeinsam über einen Löffel barbiert. Ob sie von der
Danziger Bucht kamen oder aus dem Sudetenland, ob sie mit Trecks oder der
Eisenbahn ihre gefahrvolle Odysse hinter sich gebracht hatten, sie waren
heimatlos geworden. Ihr Hab und Gut war auf ein Handgepäck zusammen-
geschrumpft …", erzählt Günter Koslowski.

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Zwischen Oktober 1945 und April 1947 durchliefen fast 10.000 Flüchtlinge
(überwiegend Frauen und Kinder) das Quarantänelager Flessenow. Die Baracken
wurden ursprünglich von der Roten Armee errichtet.
Hier ein Augenzeugenbericht aus dem Lager:
https://www.svz.de/regionales/mecklenbu ... 83926.html
(Quelle: SCHWERINER VOLKSZEITUNG. Flucht, Vertreibung und Neuanfang.
'Die Schwachen starben unterwegs').

Die über 200 Verstorbenen wurden auf dem im Wald gelegenen Flüchtlings-
friedhof begraben:
https://www.dorfkirchen-in-mv.de/conten ... 5&wid=6804
Quelle: http://www.dorfkirchen-in-mv.de
Friedhof Flessenow (Gemeinde Dobin am See).
Waldfriedhof Quarantäne-Lager 1945-1947.

Über das Lager Flessenow gibt es ein Buch: 'Aus dem Dunkel des Vergessens,
Schicksale, Berichte und Dokumente zum Quarantänelager Flessenow 1945-1947'.
https://www.amazon.de/Aus-dem-Dunkel-Ve ... 3931185311

Adea
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Dauersuche:
- Eltern und Geschwister von Emma NIKLAUS
* 1866 in Groß Jahnen, Kirchspiel Szabienen, Kreis Darkehmen / Ostpreußen.
- Herkunft von Christian RAUSCH, um 1811 als Soldat beim dänischen
Militär in Warder (bei Segeberg/Holstein).
- Alles über die Papiermacher-Familie SEIDLER
(vor 1800 in Mecklenburg und Holstein).

Meine Suchregionen: Mecklenburg, Ostpreußen, Holstein, Hamburg,
Vogtland, Salzburger Land (vor 1732).

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Quarantäne-Lager Flessenow.

Beitragvon -sd- » 01.04.2021, 20:19

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Friedhof Flessenow (Gemeinde Dobin am See).
Waldfriedhof Quarantäne-Lager 1945-1947:

https://www.dorfkirchen-in-mv.de/conten ... 5&wid=6804

Mitten im Wald ca. 2 km vom östlichen Dorfrand entfernt, befindet sich
der Waldfriedhof. Hier ruhen 235 Opfer des Zweiten Weltkriegs. Flüchtlinge,
Vertriebene, Soldaten; verstorben in der Zeit vom 31.10.1945 - 24.04.1947
im Quarantänelager Neu-Flessenow. Das Areal ist eingezäunt. Drei lange
Grabreihen werden durch Wege getrennt. Große Steintafeln nennen die
Namen der Opfer, hinzu kommen noch einige Einzelgrabsteine. Hinter dem
Eingangstor steht ein Holzkreuz mit einer Gedenktafel.

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