USA-Einwanderung für Vertriebene und Flüchtlinge.

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USA-Einwanderung für Vertriebene und Flüchtlinge.

Beitragvon -sd- » 07.02.2021, 13:28

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Heimatvertriebene als Landarbeiter nach USA gesucht.

Ehemals selbständigen Landwirten und Landarbeiterfamilien, die östlich der Oder-Neiße-Linie
oder als Volksdeutsche in Estland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Rumänien, Ungarn,
Tschechoslowakei und Jugoslawien geboren worden sind, soll als landwirtschaftliche Arbeits-
kräfte die Einreise in die USA ermöglicht werden, geht aus Mitteilungen einer amerikanischen
Kommission hervor. Die Bewerber müssen sich verpflichten, mindestens ein Jahr auf einer
amerikanischen Farm zu arbeiten, der Verdienst beträgt etwa 25 bis 30 Dollar in der Woche,
bei Akkord bis zu 50 Dollar, dabei freie Wohnung. Die Altersgrenzen sind 21 und 50 Jahre,
Überfahrt und Reise zum Bestimmungsort sind frei.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 5. Januar 1952

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Nach der USA eingewandert.

54.744 deutsche Heimatvertriebene befanden sich — wie eine von der DP-Kommission
herausgegebene Broschüre besagt — unter den 400.000 Einwanderern, die als sogenannte
DP's nach 1945 in die USA einwanderten. Nach genauen Angaben sind 31,4 Prozent dieser
deutschen Heimatvertriebenen in Jugoslawien, 12,1 Prozent in Polen, 10,8 Prozent
in Rumänien, 16,5 Prozent in Deutschland und 4,6 Prozent in Österreich geboren.
Durchschnittlich setzten sich die Familien der deutschen Heimatvertriebenen aus 3,2
Personen zusammen, was besagen soll, daß es nicht selten auch Familien mit zwei
Kindern unter ihnen gab. 51 Prozent von ihnen gehörten der katholischen und 49 Prozent
der evangelischen Kirche an. Die größte Gruppe der eingewanderten Heimatvertriebenen
ist durch Deutsche aus der Batschka, dem Banat und aus Siebenbürgen gestellt worden.
Die meisten von ihnen gehörten landwirtschaftlichen Berufen an. Nur 10,5 Prozent der
Gesamtzahl konnten die Plätze hochqualifizierter Arbeiter einnehmen. 17,8 Prozent
der Heimatvertriebenen siedelten sich auf dem Lande oder in kleineren Städten an.
Die meisten fanden in größeren Städten einen Wohnplatz, was vielfach mit Berufswechsel
verbunden war.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 5. Januar 1953

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55.000 deutsche Auswanderer für USA vorgesehen.
USA-Einwanderungsvisa für Vertriebene und Flüchtlinge.

Am 4. Dezember 1953 ist das amerikanische Sondereinwanderungsprogramm
angelaufen. Insgesamt sollen bis zum 31. Dezember 1956 209.000 Flüchtlinge,
Vertriebene und Waisen in die USA einwandern dürfen. Voraussichtlich von
Ende März 1954 ab ist die Erteilung von Einwanderungsvisa unter anderem
an 55.000 deutsche Vertriebene und 35.000 Flüchtlinge vorgesehen, sofern
diese ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik, Westberlin oder Österreich haben.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 19. Dezember 1953

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