900.000 bis Ende 1955 umgesiedelt.

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900.000 bis Ende 1955 umgesiedelt.

Beitragvon -sd- » 08.12.2016, 18:29

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900.000 bis Ende 1955 umgesiedelt.
Keine Verzögerung der Umsiedlung
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Das durch die Verordnung vom 13.02.1953 geregelte laufende Umsiedlungs-
programm sieht die Umsiedlung von 150.000 Personen aus den Ländern
Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in die übrigen Länder des
Bundesgebiets vor. Von dem für die Durchführung dieses Programms benö-
tigten insgesamt 37.500 Wohnungen waren nach dem Stand vom 31.03.1954
bereits rund 32.000 Wohnungen (das sind rund 85 v. H. des Gesamtbedarfs)
entweder bezugsfertig (rund 11.000) oder im Bau befindlich (rund 19.000)
oder aber bewilligt (rund 2.000). Es ist deshalb — auch nach den Erklärungen
der Länder — mit der termingemäßen Durchführung dieses Programms bis
Ende 1954 zu rechnen. Die Weiterführung der Umsiedlung wird durch eine
dem Kabinett in Kürze zugehende Verordnung geregelt werden. Sie sieht
die Umsiedlung weiterer 165.000 Personen vor. Ihre Durchführung erfor-
dert die Bereitstellung von rund 350 Millionen DM nachstelliger Wohnungs-
baumittel durch den Bund. Von diesen stehen 150 Millionen DM, nämlich
75 Millionen DM Wohnraumhilfemittel 1954 gemäß Verfügung des Präsi-
denten des Bundesausgleichsamts vom 26.01.1953 und 75 Millionen DM
Bundeshaushaltsmittel 1954 und 1955 in Übereinstimmung mit dem
Beschluss der Konferenz der Wohnungsbauminister der Länder vom
16.10.1953 zur Verfügung.

Quelle: Ostpreußen-Warte, Juli 1954.

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900.000 Volksdeutsche aus Ost- und Südosteuropa umgesiedelt.

Informationen zur staatlich gelenkten Umsiedlung (zur sogenannten
"Heimholung ins Altreich") 1939-1944:

ahna-bilder/fibel-deutschlandfrage-s32_crop.jpg
ahna-bilder/fibel-deutschlandfrage-s33_crop.jpg


Quelle: 'Fibel zur Deutschlandfrage', Band I.
Seiten 32 und 33 / Verfasser: Theodor Bierschenk.
Herausgeber: Bund der Vertriebenen. 1962.

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357.018 Heimatvertriebene umgesiedelt.

Seit Beginn der Umsiedlungsaktion am 1. April 1949 bis Ende Oktober
1955 wurden 357.018 Heimatvertriebene von Schleswig-Holstein in die
Flüchtlingsaufnahmeländer des Bundesgebietes umgesiedelt. 177.951
von ihnen hat allein Nordrhein-Westfalen aufgenommen und 98.354
Umsiedler fanden in Baden-Württemberg eine neue Heimat.

Quelle: Ostpreußen-Warte, Dezember 1955.

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30 Millionen für Lagerauflösung.

Auf Vorschlag von Bundesminister Prof. Dr. Oberländer hat sich Bundes-
finanzminister Dr. Schäffer bereit erklärt, die ursprünglich vorgesehenen
10 Millionen DM für die Lagerauflösung auf 30 Millionen DM und entspre-
chend die Zahl der Lagerinsassen, die auf diese Weise menschenwürdigen
Wohnraum erhalten sollen, von 10.000 auf 30.000 zu erhöhen.

Das Räumungsprogramm wird Lager in den Flüchtlingsländern Bayern,
Niedersachsen und Schleswig-Holstein umfassen. Der Bundesfinanzminister
wurde davon überzeugt, daß die beschleunigte Räumung noch vorhandener
Lager nicht nur eine aus sozial- und wohnungspolitischen Gründen dringend
notwendige Maßnahme ist, sondern auch den öffentlichen Haushalt in
beachtlichem Umfange entlasten kann, denn angesichts der schlechten
baulichen Verfassung der Lager erreichen Lagerneubauten oder Instand-
setzungskosten oft den Beitrag, der zum Neubau von Wohnungen für die
Lagerinsassen aufgewandt werden muß.

Quelle: Ostpreußen-Warte, Juli 1954.


Noch 283.086 in Massenquartieren.

Zehn Jahre nach dem Krieg gibt es in der Bundesrepublik noch 2.573 Lager,
in denen 283.086 Menschen leben, bei denen es sich meist um Empfänger
von Kriegsfolgehilfe handelt, teilt der Reichsbund der Kriegs- und Zivil-
geschädigten in Bonn mit. Mehr als 100 dieser Lager sind Massenquartiere,
die mit 500 bis zu 1.000 Insassen belegt sind. In den übrigen Lagern
leben zwischen 20 und 500 Menschen.

Quelle: Ostpreußen-Warte, Dezember 1955.

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Vertriebenen-Landwirte in Bayern.

München. Nach einer Mitteilung des Bayerischen Statistischen Landesamtes
wurden Ende 1955: 8900 landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Betriebe
in Bayern festgestellt, die in das Eigentum von Vertriebenen übergegangen
sind. Etwa 50 Prozent dieser Betriebe gelten als mittelbäuerliche Betriebe.
Alle zusammen umfassen eine Fläche von knapp 90 000 Hektar.

Quelle: Ostpreußen-Warte, Mai 1956

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Re: 900.000 bis Ende 1955 umgesiedelt.

Beitragvon -sd- » 12.03.2017, 18:07

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Die Umsiedlung der Heimatvertriebenen im Bundesgebiet.

Das mit der Führung der Statistik für Bundeszwecke beauftragte Amt in Wiesbaden
gibt nähere Einzelheiten über die Umsiedlung der Heimatvertriebenen im Bundes-
gebiet während des Jahres 1949 bekannt. Danach wurden bis zum 31.12.1949 aus
Schleswig-Holstein 15.200 (47,2 v. H. der Gesamtzahl der Umsiedler), aus Nieder-
sachsen 8.998 (26,0 v. H.) und aus Bayern 7.967 (24,8 v. H.) umgesiedelt. Diese
wurden von Württemberg-Hohenzollern mit 26.386 (82,1 v. H.), von Baden mit 5.675
(17,6 v. H.) und von Rheinland-Pfalz mit 104 (0,3 v. H.) aufgenommen. Durchschnitt-
lich 73,2 v. H. der umgesiedelten Haushaltungsvorstände, von denen 70,7 v. H. in
ihrem bisherigen Aufenthaltsgebiet arbeitslos waren (in Bayern sogar 80,5 v. H.),
wurden von ihren Ehefrauen begleitet. Fast 25 v. H. aller Umsiedler sind Ostdeutsche,
die vorwiegend aus Bayern kamen. Selbstverständlich waren die voll einsatzfähigen
Jahrgänge zwischen 25 und 65 Jahren mit 44,5 v. H. weitaus am stärksten an der
Umsiedlung beteiligt; die Altersgruppe unter 15 Jahren erreichte 33,4 v. H., die Jahr-
gänge zwischen 15 und 25 18,9 v. H., und nur 3,2 v. H. waren über 65 Jahre alt.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 20. Juli 1950

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Die Umsiedlung von weiteren 135.000 Heimatvertriebenen und Flüchtlingen
aus den Ländern Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sieht eine
Verordnung vor, die die Bundesregierung jetzt dem Bundesrat zugeleitet hat.
Die Gesamtzahl der Umgesiedelten würde sich damit auf 1.050.000 erhöhen.

365.000 Heimatvertriebene aus Schleswig-Holstein sind bisher in andere
Bundesländer umgesiedelt worden.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 28. April 1956

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365.500 aus Schleswig-Holstein umgesiedelt.

Nach der Übersicht vom 30. April 1956 über die Umsiedlung von
Heimatvertriebenen aus Schleswig-Holstein in die Aufnahmeländer
sind in der Zeit vom 1. April 1949 bis 30. April 1956 365.500
Personen umgesiedelt worden, und zwar nach Baden-Württemberg
98.932, Bremen 2.190, Hamburg 26.784, Hessen 8.787, Nordrhein-
Westfalen 183.708 und Rheinland-Pfalz 45.189.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 16. Juni 1956

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67.210 Heimatvertriebene aus Schleswig-Holstein sind in der Zeit
vom 1. April bis zum Mai 1956 nach anderen Bundesländern umgesiedelt
worden. Fast 185.000 von ihnen kamen nach Nordrhein-Westfalen, rund
100.000 nach Baden-Württemberg.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 7. Juli 1956

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Die Zahl der Vertriebenen im Bundesgebiet stieg nach Angaben amtlicher
Stellen bis zum 1. Oktober 1957 auf 9,086 Millionen. Der Vertriebenen-Anteil
betrug zu diesem Zeitpunkt 17,9 Prozent der Wohnbevölkerung. Hinzu
kommen noch nahezu 184.000 Vertriebene, die in West-Berlin leben und
8,2 Prozent der West-Berliner Bürgerschaft ausmachen.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 15. März 1958

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Über 902.000 Heimatvertriebene und Flüchtlinge wurden bis zum Jahresende
1957 in andere Bundesländer umgesiedelt. Das "Umsiedlungssoll" war damit
zu 85,9 Prozent erfüllt. Die meisten Umsiedler, nämlich über 391.000, kamen
aus Schleswig-Holstein. Es folgten Niedersachsen mit nahezu 280.000 Umsied-
lern und Bayern mit über 231.000. Nordrhein-Westfalen nahm in den vergan-
genen Jahren die meisten Umsiedler auf: 434.146 Menschen. Es folgen Baden-
Württemberg mit über 256.000 und Rheinland-Pfalz mit 121.000 Personen.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 15. März 1958

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Rund 4,8 Millionen Vertriebene sind noch nicht vollkommen eingegliedert.
Bundesvertriebenenminister Oberländer erklärte in Kiel, die Vertriebenen-
frage sei zu einem Prüfstein dafür geworden, ob der Mensch im Mittelpunkt
stehe oder nicht. Im letzten Jahr seien im Bundesgebiet etwa 370.000
Vertriebene eingegliedert worden.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 15. März 1958

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