Charta der deutschen Heimatvertriebenen.

Texte und Bilder zur Teilung Deutschlands

Charta der deutschen Heimatvertriebenen.

Beitragvon -sd- » 20.07.2018, 10:30

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Am Tag der Heimat wurde die folgende Charta der deutschen Heimatvertriebenen feierlich verkündet:

Im Bewußtsein ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen, im Bewußtsein ihrer Zugehörigkeit zum
christlich-abendländischen Kulturkreis, im Bewußtsein ihres deutschen Volkstums und in der Erkenntnis
der gemeinsamen Aufgabe aller europäischen Völker haben die erwählten Vertreter von Millionen Heimat-
vertriebener nach reiflicher Überlegung und nach Prüfung ihres Gewissens beschlossen, dem deutschen
Volk und der Weltöffentlichkeit gegenüber eine feierliche Erklärung abzugeben, die die Pflichten und
Rechte festlegt, welche die deutschen Heimatvertriebenen als ihr Grundgesetz und als unumgängliche
Voraussetzung für die Herbeiführung eines freien und geeinten Europa ansehen.

1. Wir Heimatvertriebenen verzichten auf Rache und Vergeltung. Dieser Entschluß ist uns ernst und
heilig im Gedenken an das unendliche Leid, welches im Besonderen das letzte Jahrzehnt über die
Menschheit gebracht hat.

2. Wir werden jedes Beginnen mit allen Kräften unterstützen, das auf die Schaffung eines geeinten
Europa, gerichtet ist, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können.

3. Wir werden durch harte, unermüdliche Arbeit teilnehmen am Wiederaufbau Deutschlands und Europas.

Wir haben unsere Heimat verloren. Heimatlose sind Fremdlinge auf dieser Erde. Gott hat die Menschen
in ihre Heimat hineingestellt. Den Menschen mit Zwang von seiner Heimat trennen, bedeutet, ihn im
Geiste töten. Wir haben dieses Schicksal erlitten und erlebt.

Daher fühlen wir uns berufen zu verlangen, daß das Recht auf die Heimat als eines der von Gott
geschenkten Grundrechte der Menschheit anerkannt und verwirklicht wird.

Solange dieses Recht für uns nicht verwirklicht ist, wollen wir aber nicht zur Untätigkeit verurteilt bei-
seite stehen, sondern in neuen, geläuterten Formen verständnisvollen und brüderlichen Zusammen-
lebens mit allen Gliedern unseres Volkes schaffen und wirken. Darum fordern und verlangen wir heute
wie gestern:

1. Gleiches Recht als Staatsbürger, nicht nur vor dem Gesetz, sondern auch in der Wirklichkeit
des Alltags.

2. Gerechte und sinnvolle Verteilung der Lasten des letzten Krieges auf das ganze deutsche Volk und
eine ehrliche Durchführung dieses Grundsatzes.

3. Sinnvollen Einbau aller Berufsgruppen der Heimatvertriebenen in das Leben des deutschen Volkes.

4. Tätige Einschaltung der deutschen Heimatvertriebenen in den Wiederaufbau Europas.

Die Völker der Welt sollen ihre Mitverantwortung am Schicksal der Heimatvertriebenen als der vom
Leid dieser Zeit am schwersten Betroffenen empfinden. Die Völker sollen handeln, wie es ihren
christlichen Pflichten und ihrem Gewissen entspricht. Die Völker müssen erkennen, daß das Schicksal
der deutschen Heimatvertriebenen wie aller Flüchtlinge ein Weltproblem ist, dessen Lösung höchste
christliche Verantwortung und Verpflichtung zu gewaltiger Leistung fordert.

Wir rufen Völker und Menschen auf, die guten Willens sind, Hand anzulegen ans Werk, damit aus
Schuld, Unglück, Leid, Armut und Elend für uns alle der Weg in eine bessere Zukunft gefunden wird.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 7. August 1950

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Re: Charta der deutschen Heimatvertriebenen.

Beitragvon -sd- » 07.06.2019, 09:07

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Im Glauben an die Menschenrechte.

Nach der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs mit Millionen von Menschen-
opfern, den Vertreibungen und Verwüstungen wurde am 26. Juni 1945 in
San Francisco die internationale Organisation der Vereinten Nationen (UN)
gegründet. Die Mitgliedsstaaten der UN bekannten sich damals in der
'Charta der Vereinten Nationen' zu den fundamentalen Menschenrechten,
zur Wahrung des Friedens und zur Förderung des sozialen Fortschritts aller
Völker der Welt. Im gleichen Sinne bekundeten die deutschen Heimatver-
triebenen in der 'Charta der Heimatvertriebenen' unter Verzicht auf Rache
und Vergeltung ihren festen Willen, jederzeit für Menschenwürdigkeit,
Friede und Freiheit einzutreten. Sie richten zum diesjährigen Jahrestag der
UN erneut ihren dringenden Appell an die freien Völker der Welt, das erlit-
tene Unrecht ihrer Vertreibung nach dem durch die Charta der Vereinigten
Nationen anerkannten Grundsatz der Selbstbestimmung zu beseitigen und
ihr Recht auf die angestammte Heimat anzuerkennen.

Quelle: OSTPREUSSEN-WARTE, November 1952

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UN-Deklaration der Menschenrechte.

Beitragvon -sd- » 10.06.2019, 20:46

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UN-Deklaration der Menschenrechte.

Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie,
seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen
seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden.
Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder
Beeinträchtigungen.

-

UN-Declaration of Human Rights.

No one shall be subjected to arbitrary interference with his privacy,
family, home or correspondence, nor to attacks upon his honour and
reputation.
Everyone has the right to the protection of the law against such
interference or attacks.

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