Alte Mecklenburger Lebensweisheiten.

Alte Mecklenburger Lebensweisheiten.

Beitragvon -sd- » 10.06.2018, 20:07

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Wenn de Hunger nah der Stubendöhr herinkümmt,
so geiht de Leew nah dat Finster ruht.

Kommt der Hunger durch die Stubentür herein,
dann geht die Liebe zum Fenster hinaus.


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Wenn't Ostern iss, wenn't Ostern iss,
denn slacht uns Vadder 'n Buck.
Denn danzt uns Mudder, denn danzt uns Mudder,
denn wackelt ehr de Rock.

Wenn's Ostern ist, wenn's Ostern ist,
dann schlachtet unser Vater 'n Bock.
Dann tanzt uns're Mutter, dann tanzt uns're Mutter,
dann wackelt ihr der Rock.


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Von een gröteren Braden
let sick ok 'n gröteres Stück afsnieden.

Von einem größeren Braten
läßt sich auch ein größeres Stück abschneiden.


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Wo een Buer iss - dor iss Brot.
Wo Brot iss - dor iss keen Not.

Wo ein Bauer ist - da ist Brot.
Wo Brot ist, da ist keine Not.


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De Wust hett twei Zippels,
de Schinken vier Ecken;
denn lat't uns dat smecken.

Die Wurst hat zwei Zipfel,
der Schinken vier Ecken:
Dann laßt es uns schmecken.


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De Maag hett Hunger,
die Seel hett Döst.
För de Seel gifft'n Spruch,
för de Maag gifft ne Wust.

Der Magen hat Hunger,
die Seele hat Durst.
Für die Seele ein Sprüchlein,
für dem Magen die Wurst.


Alte Mecklenburger Lebensweisheit.

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