Wie familiengeschichtliche Fehler entstehen.

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Wie familiengeschichtliche Fehler entstehen.

Beitragvon -sd- » 14.12.2017, 20:42

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Wie familiengeschichtliche Fehler entstehen.
z.B. Fehler in Standesamtsunterlagen.


So kann auch mal ein Fehler entstehen
(Auszug aus meiner Familienchronik):

"Das in seiner Sterbeurkunde vermerkte Geburtsjahr "1885" entstand
1945 durch eine Bescheinigung des russischen Lagerkommandanten
in Köthen, der den damals 60-Jährigen Ewald vor einem Arbeitseinsatz
mit unbekanntem Ziel bewahren wollte und ihn deshalb 3 Jahre älter
machte."

Dietger Braun

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Text wurde mit Einverständnis von Dietger Braun übernommen.



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Ich habe noch eine Stelle, die dich im genannten Kontext interessieren könnte.
Dietger Braun


MANO anstelle MANDT, bedingt durch ein kleines Loch.

(VIII/138) Simon Sodoge (1744 - 1809) und
(VIII/139) Agnes Mandt (1743 - 1811):

Simon SODOGE, auch SODIE, SODIEL, SODIGE genannt, wurde am 21. September
1744 in Röttgen, heute Bonn-Röttgen, geboren und röm.-kath. getauft. Seine
Eltern waren Peter SODOGE und dessen Ehefrau Maria geborene KERP.

Er heiratete mit 31 Jahren am 25. September 1775 in Sechtem, heute Bornheim-
Sechtem, etwa 20 km von Röttgen entfernt, die 32-Jährige Agnes MANDT
(genannt MANNS im Familienbuch Lengsdorf, wegen eines Loches im Papier.
Hatte die Kerze gespritzt ? Wurde von einem Kirchenbuchauswerter in ihrem
Heiratseintrag „Mano“ gelesen, auch ist die Schreibweise des Ehemanns mit
Sadoge nicht ganz korrekt).

Ein solcher Fehler im Kirchenbuch ist so außergewöhnlich, daß er hier dokumen-
tiert werden soll, ebenso wie die Fortführung der rheinischen Mundart in Doku-
menten (Kirchem anstelle richtig Kirchheim).

Agnes wurde am 30. April 1743 in Kirchheim bei Euskirchen röm.-kath. getauft,
ihre Taufpaten waren die ortsansässige Agnes ZIMMERMANDTS, Witwe des Paul
BRAUN, und Johann SCHEFFER, welcher ortsabwesend war und deshalb durch
Adam HABPIG / HABBIG aus Kuchenheim vertreten wurde. Ihre Eltern waren
Martin MANDT und dessen Ehefrau Catharina geborene SCHÄFFER.
Trauzeugen waren Friedrich RENSCOP und Heinrich BRAND.

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Dankenswerterweise mitgeteilt durch Dietger Braun.
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