Verständigung und Aufeinanderzugehen.

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Verständigung und Aufeinanderzugehen.

Beitragvon -sd- » 26.08.2019, 20:34

Unerträgliche Antworten.
Von der Notwendigkeit der Verständigung und des Aufeinanderzugehens.


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Sehr geehrter Herr Salein !

Darauf bedacht, problematische Vorkommnisse oder schwierige Angelegenheiten
nicht länger, als unbedingt erforderlich, mit mir herumzuschleppen, antworte
ich Ihnen sogleich. Dieses fällt mir gar nicht so leicht, da ich von einer eindeutigen
Parteinahme, die Sie sicherlich von mir erwarten, weit entfernt bin, zumal ich
dem Rau’schen Motto entsprechend, stets nach Verständigung und Aufeinander-
zugehen trachte.

Heftige Auseinandersetzungen (in den genealogischen Mailinglisten) verlaufen
immer nach dem gleichen Strickmuster: Jemand äußert sich zunächst auf die ihm
eigene Weise und fordert - scheinbar unbeabsichtigt und ohne Vorsatz - einen
Leser / eine Leserin zu einer anders gearteten Äußerung oder Stellungnahme
heraus. Das führt fast immer zu Entgegnungen und Richtigstellungen. Die Folge:
Die Tonlage verändert sich sehr schnell. Es kommt fast immer zu wechselseitigen
Vorhaltungen, Diffamierungen, Kränkungen, Beleidigungen. Eine weitere Folge
mit unerfreulichen Nebenwirkungen: Bisher unbeteiligte Listen-Leser/innen
mischen sich ein und nehmen nun - mehr oder weniger - Partei. Oft verschärft
sich der Ton dadurch noch einmal und es kommt zum Polarisieren von Stand-
punkten und vor allem zu Abmeldungen verärgerter Mailinglistennutzer/innen.
Ist es das wert ?

Was ist eigentlich passiert ? Sie, lieber Herr Salein, haben sich - aus Ihrer Sicht -
ganz selbstverständlich und unbekümmert geäußert. Das ist Ihr gutes Recht.
Aber jemand beurteilt Ihre Äußerung aus seiner Sicht. Das ist auch Rechtens.
Daß Sie sich dadurch betroffen fühlen und “das so nicht einfach stehen lassen“,
ist durchaus verständlich und nachvollziehbar. Aber nicht von jedem. Und schon
eskaliert es.

Wie unterschiedlich Sichtweisen sind, sehen und spüren Sie an dem, was Ihnen
Frank M. Henoch gemailt hat. Und wenn Sie sich nun genötigt sehen, auf alle
Mails, die Sie erreichen, einzugehen, eröffnet sich jeweils ein neuer Nebenkriegs-
schauplatz, und das ist verdammt lästig, unangenehm und zeitraubend.
Und wozu führt das ??

Herr Henoch schreibt “als völlig Unbeteiligter“. Es sind zunächst alles völlig
Unbeteiligte. Auch ich zähle zu den völlig Unbeteiligten. Aber bin ich unbeteiligt ?

Sie fühlen sich in Ihrer (Familien-) Ehre verletzt, und ich behaupte, daß da
niemand vorsätzlich die Absicht hatte, Sie zu verletzen. Da hat nur jemand auf
seine Art und Weise gesagt, daß er Ihre Auffassung nicht teilt. Auch der Henoch
schreibt nur das, was er weiß bzw., was er sich an Wissen aneignen konnte.
Meine persönliche Sichtweise der - wie er sich ausdrückt - “Kenntnis der solda-
tischen Verhältnisse Ende 1944“ ist deckungsgleich. Aber ich war nicht dabei und
weiß es auch nur von Hörensagen und durch Studium entsprechender Schrift-
stücke. Damit ist doch noch lange nichts zum persönlichen Schicksal des einzelnen
Soldaten gesagt. Das hat doch alles Hand und Fuß und ist sogar belegt, was Henoch
Ihnen schreibt.

Aber ich komme noch einmal und abschließend zum Anfang meiner Mail zurück:
Es kommt ein Tonfall und ein Zungenschlag in solche Texte und Mails, die leider
und fast vorhersehbar meistens zu Lasten der Sache und des Sachinhalts gehen.
Wenn Frank M. Henoch am Schluß seiner Mail von einer “nicht ganz unrealistischen
Mutmaßung einer Situation“ spricht, kann ich nur sagen: Genau so ist es ! Aber den
allerletzten Satz hätte er sich wirklich sparen können. Den sollten auch Sie, lieber
Thomas Salein, um Ihrer selbst Willen besser überlesen und einfach ignorieren.
Sonst haben Sie daran noch viel zu lange zu beißen, und das ist nicht erforderlich.

Behalten Sie Ihre Sensibilität, aber nehmen Sie sich nicht alles so zu Herzen.
Wer zu viele Antennen ausfährt, muß zwangsläufig mehr empfangen und auch
verkraften. Und gegen Störsender ist häufig nicht viel zu machen.

In diesem Sinne grüßt - nunmehr in Eile und bis Freitag, 24. Februar in Schwerin
und Kühlungsborn unterwegs

Dieter Sommerfeld, Hamburg

PS/ Lassen Sie erst einmal ein paar Tage verstreichen. Auch in meinem Fall
können Sie es dabei belassen und brauchen mir nicht zu antworten.
Sie können die Angelegenheit einfach auf sich beruhen lassen.

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