Rudolf Voß * 22. März 1935, + 30. Juni 2010.

Rudolf Voß * 22. März 1935, + 30. Juni 2010.

Beitragvon -sd- » 15.10.2016, 08:20

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Nachruf auf der Webseite der
Gesellschaft für Familienforschung 'Die MAUS', Bremen
http://www.genealogy.net/vereine/maus/index.php

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Der Tod kann auch freundlich kommen zu Menschen,
die alt sind, deren Hand nicht mehr festhalten will,
deren Augen müde werden, deren Stimme nur sagt:
Es ist genug. Das Leben war schön.



Wir sind tief betroffen und traurig.

Unser Vorsitzender Rudolf Voß
hat uns für immer verlassen.
Er war Herz und Seele der Maus.
Ein Vorsitzender, der sich immer
für die Belange der Maus einsetzte
und sie mit Geschick und viel Liebe leitete.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.
Wir werden ihn nicht vergessen.


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05.09.2006: Rudolf Voß mit Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Im Kaminsaal des Rathauses hat Bürgermeister Jens Böhrnsen anläßlich einer Feierstunde
Rudolf Voß für seinen über viele Jahre währenden ehrenamtlichen Einsatz das Bundesverdienst-
kreuz am Bande überreicht. Mit dieser hohen Auszeichnung, die durch den Bundespräsidenten
ausgesprochen wurde, wird das große Engagement des 71jährigen Rudolf Voß gewürdigt,
mit dem er sich für die Gesellschaft für Familienforschung 'Die Maus e.V.' sowie für die Bremer
Hospizbewegung eingesetzt hat.

Bürgermeister Jens Böhrnsen gratuliert Rudolf Voß.

Seit vielen Jahren ist Voß ehrenamtlich aktiv tätig bei der Erforschung der Familien und deren
Vorfahren in der Gesellschaft für Familienforschung in Bremen. Dieser Verein – im Jahr 1924
von sechs aktiven Familienforschern gegründet – zählt heute zu den großen genealogischen
Vereinen in der Bundesrepublik Deutschland und beschäftigt sich seit nunmehr über 80 Jahren
mit den Bremern und deren Wurzeln.

Mit seiner Arbeit unterstützt Rudolf Voß die Ahnenforscher mit großem persönlichen Einsatz
in der teilweise sehr intensiven Recherche zur Erstellung eines Stammbaums mit Hilfe von alten
Stadtchroniken, Kirchenbüchern, Zivilstandsregister sowie den vielen 'neuen' Datenangeboten
des 'World Wide Web' und ist der Motor des Vereins. Er koordiniert und begleitet die Arbeits-
gruppen und die vielfältigen Aktivitäten des Vereins mit großer Tatkraft.

Im Jahr 2002 organisierte er mit 'Die Maus e.V.' den 54. Deutschen Genealogentag in Bremen
unter dem Motto 'Über Bremen in die Welt' mit zahlreichen Fachvorträgen zu Fragen der Aus-
wanderung in den letzen Jahrhunderten und der Digitalisierung von Archivalien.

Ein weiteres Betätigungsfeld des pensionierten Krankenpflegedirektors Rudolf Voß ist seit
über 10 Jahren Bremens erste Hospizinitiative. Vor rund sechs Jahren haben sich auf seine
Initiative die Bremer Hospizinitiativen und Hospizvereine zu einer 'Landesarbeitsgemeinschaft
(LAG) Hospiz' zusammengeschlossen. Zu den Aufgaben der LAG Hospiz Bremen e.V. gehören
u.a.: Die Förderung der Hospizidee in der Öffentlichkeit, die Erarbeitung und Abstimmung von
gemeinsamen Leitgedanken für die konzeptionelle und praktische Hospizarbeit,
insbesondere die Ausdehnung der ehrenamtlichen Tätigkeit.

Die Tätigkeit von Rudolf Voß für den Hospizgedanken wird allseits anerkannt und sie hat dazu
beigetragen, daß im Land Bremen die Vorstellung von einem 'Sterben in Würde' ein Stück mehr
Wirklichkeit geworden ist.

Für sein über Jahre praktiziertes ehrenamtliches Engagement für seine Mitmenschen und die
Gesellschaft wurde Rudolf Voß von Bundespräsident Horst Köhler das Verdienstkreuz am Bande
zuerkannt.

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Engagement für Familienforschung -
Schwaneweder erfaßt Passagierlisten von Auswanderern.


Von Monika Fricke

'Ich habe mich schon immer für Familienforschung interessiert', sagt Rudolf Voß, Vorsitzender der
Gesellschaft für Familienforschung in Bremen - 'Die Maus'. 1975 kam der gebürtige Sauerländer
beruflich nach Bremen, als Pflegedirektor am Zentralkrankenhaus Bremen-Nord. 'Zufällig fiel mir
im Jahre 1983 ein Faltblatt über die Arbeit der Maus in Bremen in die Hände', berichtete der
Schwaneweder; daraufhin trat er dem Verein bei.

Nach seiner Pensionierung im Jahre 1996 engagierte sich der Schwaneweder intensiver in der
'Maus', anfangs als stellvertretender Vorsitzender und seit 2005 ist er Vorsitzender der Gesell-
schaft für Familienforschung in Bremen. 'Er ist heute die Seele der Maus', bemerkt ein Vorstands-
mitglied. Für dieses Engagement erhielt er 2006 das Bundesverdienstkreuz vom Bremer Bürger-
meister Böhrnsen überreicht.

Rudolf Voß, der kürzlich sein 75. Lebensjahr vollendete, ist nicht nur Vorsitzender der Gesellschaft
für Familienforschung – Die Maus –, sondern setzte sich unter anderen 1997 für die Gründung
des Hospizvereins Bremen-Nord und der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz in Bremen ein. Im
Schwaneweder Seniorenbeirat übernahm der Pensionär die Aufgabe als Sprecher in der Arbeits-
gemeinschaft Seniorenheime. Zu Hause entspannt sich der Pensionär beim Schnitzen von Holz-
figuren. Kuraufenthalte in Oberammergau prägten sein Hobby, und viele prächtige Holzbilder
zieren sein Haus.

Die Arbeit im Verein 'Die Maus' liegt ihm heute besonders am Herzen. Rudolf Voß berichtete
von der Gründung des Vereins im Jahre 1924 in der damaligen 'Mausefalle', einem gemütlichen
Stübchen der Bremer Ratsstuben. Dort trafen sich einige Honoratioren der Stadt, die sich für
Familienforschung interessierten. Sie wählten den Namen 'Die Maus - Gesellschaft für Familien-
forschung in Bremen e. V.' Von Anfang an arbeitete die 'Maus' eng mit dem Bremer Staatsarchiv
zusammen, war zu erfahren. Kostenlose Informationen zur Familienforschung sind dort zu er-
halten. Ehrenamtliche Mitglieder helfen bei allen Anfragen. Bibliothek, Archiv- und Verwaltungs-
räumlichkeiten der Maus befinden sich weiterhin im Bremer Staatsarchiv. Dort lagern rund 7000
Bände, Fotokopien aus Bremer Kirchen- und Bürgerbüchern, Heimatliteratur und Chroniken
sowie Familiengeschichte aus Bremen und Umgebung.

Weltweit über 1.000 Mitglieder.

Weltweit zählen inzwischen 1.000 Mitglieder zur Gesellschaft für Familienforschung - Die Maus.
'Davon leben 60 Prozent in Bremen und Umgebung', erklärt Rudolf Voß. Familienforscher in den
USA, Australien, Skandinavien und europäischen Nachbarländern schlossen sich der Gesellschaft
an.

'Wir sind dem Staatsarchiv dankbar für die intensive Zusammenarbeit', betont der Vorsitzende.
Von viel Arbeit berichtet Rudolf Voß: Passagierlisten von Auswanderern werden unter anderen
Aufgaben am PC erfasst und auf elektronischen Datenträgern gespeichert, denn seit 1920
wurden regelmäßig Abfahrten von Auswandererschiffen Namen der Kapitäne sowie Passagier-
listen registriert.

Der Vorsitzende der 'Maus' wird in der Vereinsführung von seiner Stellvertreterin Christa Lütjen,
Schriftwart Ingo Paul und Schatzmeister Rolf Masemann unterstützt. Zurzeit sind die Mitglieder
intensiv mit der Umstellung der historischen Dokumente auf elektrische Datenträger beschäftigt,
zusätzlich erhielt der Verein zwei Minijobber vom Arbeitsamt für diese Aufgaben, war zu erfahren.

Quelle: WESERKURIER, 07. April 2010

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