Jürgen Borchert 'Mein mecklenburgischer Zettelkasten'.

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Jürgen Borchert 'Mein mecklenburgischer Zettelkasten'.

Beitragvon -sd- » 14.10.2018, 10:20

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Jürgen Borchert 'Mein mecklenburgischer Zettelkasten'.
Aufenthalte und Wanderungen.

Hinstorff Verlag GmbH, Rostock 1985.
3. Auflage 1991. 209 Seiten. ISBN 3-356-00261-9

Schönes Exemplar, Schutzumschlag mit kleinen Mängeln.


Jürgen Borchert, geb. 1941 in Perleberg, gest. 2000 in Schwerin.
Schriftsteller, Publizist, Herausgeber, Bibliothekar.
Schulbesuch und Fotografenlehre in Perleberg; Bibliothekarstudium in Leipzig,
Leiter der Kreisbibliothek Perleberg; 1979 Leiter des Kabinetts für mecklen-
burgische Literaturtraditionen an der Landesbibliothek Schwerin,
ab 1980 freischaffender Schriftsteller in Schwerin.
Nach anhaltenden Hetzangriffen gegen ihn wegen angeblicher Verbindungen
zum MfS nahm sich Borchert 2000 aus ungeklärten Gründen das Leben.

Sein Thema war Norddeutschland, insbesondere Mecklenburg: Kulturgeschichte,
Biografisches, das Verhältnis von Mensch und Landschaft, zu denen, die er in
Romanform kenntnisreich porträtierte, gehören Fritz Reuter, Ludwig Reinhard,
Hoffmann von Fallersleben, Mecklenburgs Großherzöge, Alexandrine, Johannes
Gillhoff.

"Criminalnachrichten über die Mehlsche Bande, erschröcklich zu vernehmen
wie eine Moritat, und ernüchternde Zustandsschilderungen aus der Irrenanstalt
auf dem Sachsenberg und aus dem berüchtigten Landarbeitshaus, zu dem
Wallensteins zeitweilige Residenz verkam, stehen neben dem erschütternden
Tagebuch einer Überfahrt von Deportierten nach Südamerika. Und immer
wieder Städte, Menschen, Merkwürdigkeiten. Dampferfahrten wechseln ab
mit Radtouren über die Dörfer. Den südwestlichen Teil Mecklenburgs, der an
die Prignitz grenzt, und die Seenplatte betrachtet Jürgen Borchert in Feuilletons,
historischen Miniaturen, Anekdoten, assoziativ vom Hundertsten ins Tausendste
kommend. Spuren mecklenburgischer Kulturgeschichte und unserem Umgang
mit ihr geht er nach, das Wirken so verdienstvoller Männer wie Kücken und
von Flotow, Lisch und Seidel, Gillhoff und Flemming beleuchtet er in seinen
„Aufenthalten und Wanderungen". Puttfarken kommt zu Wort als Zwischenrufer,
Stichwortgeber, Plattsprecher, ein Ur-Mecklenburger von der swien-plietschen
Art. Topographische Vollständigkeit dessen, was sich einst Mecklenburg nannte,
ist nicht angestrebt, statt dessen erlebte und erlesene Stationen einer Landschaft."

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