Das Tausendjährige Ungarn + die Milleniums-Ausstellung 1896.

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Das Tausendjährige Ungarn + die Milleniums-Ausstellung 1896.

Beitragvon -sd- » 20.09.2018, 08:27

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'Das Tausendjährige Ungarn und die Milleniums-Ausstellung 1896.'
'Le millenaire de la Hongrie et l'exposition nationale.'
'The millenium of Hungary and the national exhibition.'
Herausgegeben von Julius Laurencic.

Sammlung von Photographien hervorragendster Gegenden,
Städtebilder und Kunstschätze Ungarns
sowie der Sehenswürdigkeiten der Ausstellung.

Budapest, 1896. Großband, 270 Seiten.
Sämtliche Illustrationen sind mit jeweils vier sprachverschiedenen
Texterläuterungen (ungarisch, deutsch, französisch, englisch) versehen.

Buchzustand: Einwandfrei. Makellos.
Abzugeben gegen 20 Euro plus (ca. 5 Euro) Versandkosten.


Vorwort: 'Tausend Jahre !'

Ein kurzer Abschnitt in dem nimmer ruhenden Strome der Zeit, und
doch welch' ein riesiger Zeitraum in der Entwickelungsgeschichte
einer Nation ! Tausend Jahre stürmten vorrüber, seitdem das edle
Ungarvolk unter der Führung des Helden Arpád sein altes Vaterland
verließ und die Gemarkungen diese waldigen, felsigen und strahlenden
Landes überschritt. Die Herzen von Millionen und Abermillionen jubeln
jetzt dem vielbedeutenden Jubiläumsjahre entgegen. Denn siehe da !
Völker und Nationen entstanden und starben in diesen tausend Jahren;
im Schoße der Vergangenheit sind manche tragische Schicksale großer
Völker begraben. Revolutionen und Bruderkriege sah man erstehen
und gar viele Stämme stürzten herab von der glänzenden Höhe, die
sie erklommen. An den Ruinen der Zeiten, am Grabe der Völker erho-
ben sich neue, um neuen Kämpfen entgegenzugehen; doch Ungarn
stand fest inmitten dieser Kämpfe und Stürme. Wohl ist es wahr, daß
seit Arpád dieses schöne Vaterland erobert, fortwährende äußere und
innere Kämpfe das Land durchwühlten. Bruderkriege erschütterten
seine Völker, doch der Ungar wahrte mit heiligem Eifer seinen natio-
nalen Charakter, stand treue Wache über dem Kultus hehrer Vater-
landsliebe und ward groß trotz seiner zahlreichen inneren und äußeren
Feinde. Diese Kämpfe hinderten lange Zeit die Entwickelung der Kultur.
Industrie, Handel, Kunst und Literatur blieben weit zurück hinter jenen
der anderen europäischen Kulturstaaten. Doch alles das holte Ungarn
in den letzten Decennien ein. Seit der großen Zeit seiner seiner natio-
nalen Wiedergeburt ging das Land mit riesigen Schritten und selbstbe-
wußt seinen hohen Kulturaufgaben entgegen und stolz kann es sich
heute mit den andern Völkern messen. Er erreichte sozusagen mit einem
Sprung, was andere Nationen erst im langsamen Entwickelungsprozeß
thaten.

Der Herausgeber dieses Prachtwerkes war zehn Jahre abwesend; in dieser
Zeit bereiste er die wichtigsten Punkte der Welt; er sah die großartige
Entwickelung der modernen Kulturstaaten und siehe, als er nach zehn
Jahren wieder zurückkehrte, welche Überraschung ward ihm zu theil !
Auf jener Höhe sah er seine Nation. wo die anderen standen, die er
bereiste; er sah es, daß sich dieselbe mittels ihrer eigenen innern Kraft,
ihrer nationalen Tüchtigkeit und ihres schwungvollen Temperaments zu
bedeutender Höhe erhob unter der glorreichen Regierung unseres gelieb-
ten Königs Franz Josef. Das wunderbare Aufblühen der Hauptstadt, ihre
Bauten und Paläste und alles, was ein Land groß, glücklich und reich
macht, sind heute zu finden in diesem Lande. Das alles hat den Verfasser
dieser Zeilen dazu bewogen, dieses Prachtwerk herauszugeben anläßlich
der denkwürdigen Ausstellung, wo die Nation alles entfalten wird, was
sie Großes produziren konnte. Er gibt dieses Prachtwerk heraus, unter
der Aegide des königlich ungarischen Handelsministeriums, der ung.
Staatsbahnen und der Milleniums-Ausstellungs-Direktion, sowie der
Haupt- und Residenzstadt Budapest etc. damit es, da die Sprache hierzu
zu arm ist, mit Hilfe von getreuen Abbildungen dem Auslande zeigen soll,
was eine Nation im Stande ist, die sich in so kurzen Decennien aufrafft.
Sie mögen kommen, die Amerikaner, Deutschen, Engländer, Franzosen,
Italiener, alle, die mit Recht stolz auf ihre Kultur sind und urtheilen
über die Wunder der Ausstellung und die Begabung der Nation, die sie
ins Leben gerufen. Julius Laurencic

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