Die Bodenreform 1945 in der SBZ.

Informationen im Zusammenhang mit der ehemaligen 'Sowjetischen Besatzungszone (SBZ)' und späteren DDR.

Die Bodenreform 1945 in der SBZ.

Beitragvon -sd- » 21.05.2020, 20:59

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Hier wird in Kürze als Illustration eine Briefmarke
'Bodenreform 1945' hinzugefügt.



Im September 1945 begann die Bodenreform in allen Ländern
der Sowjetischen Besatzungszone. Entschädigungslos wurde
aller landwirtschaftlicher Grundbesitz mitsamt dem Inventar
enteignet, wenn der Eigentümer als Kriegsverbrecher oder
aktiver Nationalsozialist angesehen wurde. Auch die Groß-
grundbesitzer, die über 100 ha Land besaßen, mußten ihren
Besitz verlassen und durften nicht mehr in ihrem Heimatkreis
wohnen. Vielerorts wurden die Gutshäuser und Schlösser als
"Wahrzeichen des Feudalismus" abgerissen.

Die enteigneten Ländereien ergaben mit dem staatlichen
Landbesitz einen Bodenfonds von rund 3,22 Mio. ha land-
und forstwirtschaftlicher Fläche, aus dem landarme Bauern
und Umsiedler Siedlerstellen von durchschnittlich 5 ha Größe
erhielten.

Quelle: 'Zweimal Deutschland'.
Lehrbuch für Politik und Zeitgeschichte. 1971.

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