Über 20.000 politische Häftlinge in der Sowjetzone.

Informationen im Zusammenhang mit der ehemaligen 'Sowjetischen Besatzungszone (SBZ)' und späteren DDR.

Über 20.000 politische Häftlinge in der Sowjetzone.

Beitragvon -sd- » 30.03.2017, 17:03

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6.465 Sowjetzonenflüchtlinge beantragten in der zweiten Februarwoche
die Notaufnahme in der Bundesrepublik. In der vorangegangenen Woche
waren es nur rund 5.900 Flüchtlinge gewesen.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 18. Februar 1956

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Über 20.000 politische Häftlinge gibt es in der Sowjetzone. Der Berliner
Untersuchungsausschuß freiheitlicher Juristen weist darauf hin, daß alle
politischen Häftlinge des Pankower Regimes dort wie Berufsverbrecher
behandelt werden. Die meisten politischen Gefangenen dürfen nicht
arbeiten und sind völlig auf Geldüberweisungen ihrer Angehörigen ange-
wiesen.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 31. März 1956

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Spätheimkehrer in Bautzen entlassen.

Wie das Deutsche Rote Kreuz meldete, ist die überwiegende Mehrzahl der
Spätheimkehrer, die die Sowjetunion im Dezember vergangenen Jahres den
Behörden der Sowjetzone als nicht amnestierte "Kriegsverurteilte" übergeben
hatte, jetzt entlassen worden. In der Mitteilung des DRK wurde gesagt, daß
etwa 120 der Freigelassenen in der Sowjetzone bleiben während 79 in die
Bundesrepublik und 29 nach Westberlin zurückkehren dürfen. Im sowjet-
zonalen Zuchthaus Bautzen sollen danach nur noch etwa 35 Heimkehrer
zurückgeblieben sein.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 21. April 1956

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Mit der Freilassung von achtzig sogenannten "Kriegsverurteilen" hat Pankow
begonnen. Wie es heißt, sollen auch die Fälle der übrigen von sowjetischen
Militärtribunalen verurteilten Deutschen überprüft werden.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 25. September 1956.

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Im sowjetischen Zuchthaus von Torgau befinden sich nach neuen Meldungen
noch über 1.400 Häftlinge des Regimes, obwohl Pankow mehrfach Straferlasse
angekündigt hat.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 23. Juni 1956

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Aus den Zuchthäusern Bautzen, Luckau, Brandenburg, Torgau und Hoheneck
in der Sowjetzone sind 281 politische Häftlinge vorzeitig entlassen worden.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 4. August 1956

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