Sowjetzonenflüchtlinge.

Informationen im Zusammenhang mit der ehemaligen 'Sowjetischen Besatzungszone (SBZ)' und späteren DDR.

Sowjetzonenflüchtlinge.

Beitragvon -sd- » 23.02.2017, 18:39

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12.479 Flüchtlinge im Juli 1955.

Der Flüchtlingsstrom aus dem sowjetischen Besatzungsgebiet nach Westberlin
stieg im Juli wieder an. Mit 12.479 Flüchtlingen wurde zum dritten Male in
einem Monat dieses Jahres die Zahl von 12.000 überschritten. Ein Drittel der
Flüchtlinge im Juli waren Jugendliche, die sich dem Dienst in der Kasernier-
ten Volkspolizei entziehen wollten. Insgesamt sind in diesem Jahr bisher
69.313 Flüchtlinge nach Westberlin gekommen. Außerdem flüchteten im
Juli 391 Volkspolizisten, darunter 16 Offiziere, nach Westberlin, das sind 51
mehr als im Vormonat.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, August 1955.

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Im Januar 1956 allein wurden in Westberlin 5.500 Sowjetzonenflüchtlinge
registriert. Damit stieg die Zahl der Zonenflüchtlinge gegenüber Dezember
um über 4.000.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 11. Februar 1956

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Ein Viertel sind Heimatvertriebene.
Die Flüchtlinge aus der Sowjetzone.


Die Zahl der Sowjetzonenflüchtlinge hat sich von 184.198 im Jahre 1954
auf 252.870 im Jahre 1955 erhöht. Dabei ist besonders bemerkenswert,
daß der Anteil der alleinstehenden Personen bis zum 24. Lebensjahr von
20,6 Prozent auf 24,7 Prozent angewachsen ist, während er im Jahre 1953
17,8 Prozent betrug. Der Anteil der Heimatvertriebenen an der Gesamtzahl
der Sowjetzonenflüchtlinge belief sich auf 23,6 Prozent gegenüber 28,4
Prozent im Jahre 1954, 17,1 Prozent im Jahre 1953 und 17,4 Prozent im
Jahre 1952.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 11. Februar 1956

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Die Zahl der Sowjetzonen-Flüchtlinge steigt ständig. In Westberlin meldeten
sich im März etwa 15.000 Bewohner der Zone und Ostberlins. Damit wurde
die Zahl des Vormonats um 3.500 überstiegen.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 14. April 1956

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Das starke Anwachsen des Flüchtlingsstromes aus der Sowjetzone zeigt sich
darin, daß in den drei ersten Monaten dieses Jahres nicht weniger als 70.338
Flüchtlinge das Notaufnahmeverfahren beantragten. Über 1.200 Personen
haben zum zweiten Mal die Zone verlassen.
69 Prozent der Flüchtlinge waren Arbeiter.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 14. April 1956

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Fast 1.100 Sowjetzonenflüchtlinge kamen an jedem Tage der letzten Woche
nach Westberlin und der Bundesrepublik. In den drei Lagern Berlin, Gießen
und Uelzen sind zusammen über 7.700 Männer, Frauen und Kinder einge-
troffen.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 21. April 1956

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Über 500 Lehrer aus der sowjetisch besetzten Zone und Ostberlin sind in
den letzten drei Monaten in die Bundesrepublik geflüchtet. Im Jahr 1955
verließen rund 1.600 Lehrkräfte die Zone.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 21. April 1956

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Fast dreitausend ehemalige politische Häftlinge der Sowjetzone sind 1955
und im ersten Vierteljahr 1956 nach Westdeutschland geflüchtet.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 28. April 1956

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Über 120.000 Sowjetzonenflüchtlinge beantragten von Januar bis Mai 1956
die Notaufnahme in der Bundesrepublik und in West-Berlin. Im Mai trafen
allein 23.121 Flüchtlinge aus der Sowjetzone in Westdeutschland ein.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 16. Juni 1956

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5.309 Sowjetzonenflüchtlinge trafen in der Woche vom 7. bis 13. Juli in 1956
Berlin, Gießen und Uelzen ein. In der Vorwoche waren es nur 4.576 gewesen.
Unter den Flüchtlingen waren 780 alleinstehende Jugendliche.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 21. Juli 1956

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23 Teilnehmer des Frankfurter Kirchentages aus der Sowjetzone
haben um politisches Asyl in der Bundesrepublik gebeten.

6.110 Flüchtlinge aus der Sowjetzone beantragten in der letzten Woche
die Notaufnahme in Berlin, Uelzen und Gießen. Die Zahl war höher als
in der Vorwoche, wo 5.993 Flüchtlinge in das Bundesgebiet und nach
West-Berlin kamen.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 28. August 1956

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Ein neuer Rekordstand der Flucht aus der Sowjetzone war im August zu
verzeichnen. 27.522 flüchteten in diesem Monat nach Westdeutschland.
Auch die Zahl der Jugendlichen, die die Sowjetzone verließen, ist weiter
erheblich gestiegen. Es kamen auch viele ehemalige politische Häftlinge
nach West-Berlin und in die Bundesrepublik.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 15. September 1956

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Die Zahl der Sowjetzonen-Flüchtlinge ist auch in der letzten Woche erheblich
gestiegen. In der Bundesrepublik und in West-Berlin beantragten 6.573 Personen
die Notaufnahme. In der Vorwoche waren es 6.168 Flüchtlinge gewesen.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 22. September 1956

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4.412 Sowjetzonenflüchtlinge haben in der vergangenen Woche in
der Bundesrepublik und in Westberlin die Notaufnahme beantragt.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 15. Dezember 1956

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Die Zahl der Sowjetzonenflüchtlinge ist sprunghaft gestiegen. In der zweiten
Januarwoche kamen 4.841 Personen nach West-Berlin und der Bundesrepublik.
In der Woche davor waren es nur 3874.

Quelle: OSPREUSSENBLATT, 19. Januar 1957

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4.329 Sowjetzonenflüchtlinge kamen in der letzten Woche nach Westdeutsch-
land und nach West-Berlin. In der vorangegangenen Woche hatten 4.891 Zonen-
flüchtlinge um Notaufnahme gebeten.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 26. Januar 1957

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4.105 Sowjetzonenflüchtlinge haben in der vergangenen Woche die Notauf-
nahme in West-Berlin und in der Bundesrepublik beantragt. Seit Jahresbeginn
wurden mehr als 40. 000 Flüchtlinge registriert.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 16. März 1957

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Zuwanderung von Vertriebenen..

Beitragvon -sd- » 28.03.2017, 08:43

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Zuwanderung von Vertriebenen.

Im Zeitraum der letzten fünf Jahre — also von 1955 bis 1959 —
sind insgesamt 388.084 Vertriebene aus der Sowjetzone und dem
Sowjetsektor von Berlin in das Bundesgebiet und nach West-Berlin
zugewandert. Davon waren 176.852 Männer. Im gleichen Zeitabschnitt
sind 31.761 Vertriebene, von denen 16.204 Männer waren, aus
dem Bundesgebiet und West-Berlin in die Sowjetzone und den
Sowjetsektor von Berlin gegangen. Daraus ergibt sich ein
Zuwanderungsüberschuß von 356.323 Vertriebenen (und von 160.648
vertriebenen Männern) für die Bundesrepublik.

Quelle: OSTPREUSSEN-WARTE, September 1960

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