In Furcht vor einem 17. Juni.

Informationen im Zusammenhang mit der ehemaligen 'Sowjetischen Besatzungszone (SBZ)' und späteren DDR.

In Furcht vor einem 17. Juni.

Beitragvon -sd- » 02.04.2021, 19:22

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In Furcht vor einem 17. Juni.

Zu Beginn dieses Jahres hat in der Sowjetzone das Zentralkomitee der SED
verfügt, die roten Kampfgruppen bis Ende 1954 auf zehn Prozent der Beleg-
schaftsstärke auszubauen. Auch Nicht-SED-Genossen sollen in die Kampf-
gruppen eingereiht werden. Jeder Wirtschafts- und Industriezweig muß so
viele Kampfgruppen stellen, daß er die zu seinem Bereich gehörenden Ob-
jekte „verteidigen" und die übrige Belegschaft bis zum Eintreffen von Trup-
pen in Schach halten kann. Besonders starke Kampfgruppen haben die In-
dustriebetriebe zu stellen. Neuerdings werden auch die Oberschulen in die
Kampfgruppen einbezogen. Ein „Zentraler Kampfstab" (ZKS) hat die oberste
Leitung der auf Bezirksbasis operierenden Kampfverbände. Er wird gebildet
aus dem Kreissekretär der SED als Befehlshaber, dem Kreispolizeichef und
sechs bis zehn leitenden Funktionären der SED des Kreises. Dem ZKS unter-
stehen die „Zentralen Kampfgruppenleitungen" (ZKL), die von je drei SED-
Genossen geführt werden.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 15. Mai 1954

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