Rußlandheimkehrer 1955.

Überwiegend ostpreußische Landsleute, die nach sowjetischer Gefangenschaft im Grenzdurchgangslager Friedland eintrafen. Quelle: Ostpreußenblatt 1954 und 1955.

Rußlandheimkehrer 1955.

Beitragvon -sd- » 07.10.2017, 21:31

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Rußlandheimkehrer berichten. Erleichterungen für die Gefangenen. Noch Tausende in Lagern.

36 Gefangene sind jetzt aus der Sowjetunion im Lager Friedland eingetroffen. Sie berichteten,
die Behandlung der Kriegsgefangenen in der Sowjetunion habe sich in den letzten Monaten
in Bezug auf Verpflegung, Bekleidung, Unterkunft und Umgangsformen erheblich gebessert.

Die Heimkehrer kamen aus den Entlassungslagern Potma und Bykowo. Sie teilten ferner mit,
daß sich bei ihrer Abfahrt in Potma noch 18 Deutsche aufhielten, mit deren Eintreffen in der
Bundesrepublik in etwa drei bis sechs Wochen gerechnet werden könne. In den sieben Lagern,
aus denen sie nach Potma zusammengezogen worden seien, befänden sich noch etwa 7.000
bis 8.000 Reichsdeutsche. Viele von ihnen seien deprimiert, weil sie nicht entlassen werden,
obwohl sie ihre Strafzeit abgebüßt haben.

Eine frühere Ordonnanz aus dem Generals- und Stabsoffizierslager Woykowo in der Nähe von
Moskau berichtete, daß sich dort noch 160 bis 170 deutsche Generale und Stabsoffiziere be-
fänden, denen es, besonders durch Paketsendungen aus der Heimat, verhältnismäßig gut gehe.
In dem Lager lebe auch noch der frühere Olympiasieger im Pistolenschießen, General Heinz
Hax, bei Kriegsende Kommandeur der 8. Panzerdivision.

Unter den Heimkehrern befand sich der frühere Legationsrat im Auswärtigen Amt, Dr. Franz
Beer, der zuletzt in der Strafanstalt Alexandrowskije inhaftiert war. Er berichtete, in dieser
Anstalt hätten sich zahlreiche Ausländer, aber nur wenige Deutsche befunden.

Quelle: OSTPREUSSENBLATT, 20. August 1955

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Die Zahl der in Rußland noch zurückgehaltenen Deutschen beziffert der Heimkehrerverband
auf mehr als achtzigtausend. Nach seiner Ansicht befinden sich auch noch einige tausend
von den Russen verurteilten deutsche Soldaten in der Sowjetunion.

Quelle: OSPREUSSENBLATT, 19. Januar 1957

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