Das Samland > Kreisgemeinschaft Fischhausen (Ostpr.)

Teilweise mit Nennung zugehöriger Orte, Landkarten, Stadtpläne.

Das Samland > Kreisgemeinschaft Fischhausen (Ostpr.)

Beitragvon -sd- » 04.09.2012, 07:18

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Ortsgemeinschaften | Kreisgemeinschaft Fischhausen e.V.
http://kreis-fischhausen.de/kreisgemein ... nschaften/


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Das Samland > Kreisgemeinschaft Fischhausen (Ostpr.):
http://www.kreis-fischhausen.de/index.h ... chive.html


Der Kreis Fischhausen und der Landkreis Königsberg i. Pr. bildeten
zusammen das Samland im Norden Ostpreußens. Beide selbständigen
Kreise wurden 1939 zum neu gebildeten Kreis Samland vereint.
Der Kreis Samland hatte rund 120.000 Einwohner und eine Fläche
von 1.923 km².

Die größte Stadt des Kreises war die Seestadt Pillau. Sitz der Kreis-
verwaltung war bis 1939 und während der letzten Wochen 1945
Fischhausen.

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Personen- und familiengeschichtliche Samland-Suchanzeigen:
http://www.kreis-fischhausen.de/index.h ... chive.html


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Auf der Suche nach meinen Wurzeln wurde mir von den 'Samländern'
in beispielloser Weise geholfen, und ich konnte viele Fakten und
Unterlagen zusammentragen.

In diesem Zusammenhang und als gute Reisevorbereitung kann ich
Dir auch empfehlen, mit der Kreisgemeinschaft Fischhausen e.V.
Kontakt aufzunehmen.
Email: geschaeftsstelle@kreis-fischhausen.de
Homepage: http://www.kreis-fischhausen.de

Auch gibt es dort den Heimatbrief 'Unser schönes Samland'.

Wolf

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Buchhinweis > Fischhausen, Landkreis Königsberg = Samland:

Es gibt ein m.E. wunderbares Buch über das Samland:

'Kunde des Samlandes oder Geschichte und topographisch-
statistisches Bild der ostpreußischen Landschaft Samland
'


von Karl Emil Gebauer, Pfarrer in St. Lorenz,

erschienen in Königsberg 1844
im Verlag der Universitätsbuchhandlung, 360 Seiten.

Ich habe eine Ausgabe davon in der Staatsbibliothek Berlin
gefunden und eine Kopie für mich gefertigt. Möglicherweise gibt
es dieses Buch auch in anderen großen Bibliotheken zur Ausleihe
oder über Fernleihe.

Viktor Haupt, Berlin

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Umfangreiche Genealogien von Kölmergeschlechtern im Samland.

Beitragvon -sd- » 05.09.2012, 10:35

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Hallo Dieter,

sehr gern kannst Du in Deinem Forum auf meine Mail Bezug nehmen. Außerdem habe ich auf dieses Buch von Gebauer
auch in meinem BLOG hingewiesen. Du könntest den nachfolgenden Link verwenden. Darin habe habe ich noch als
aktuelle Zusatzinfo einen Link genannt, wo man das empfohlene Buch online finden kann. Siehe:
http://genealogischenotizen.blogspot.de ... ?q=Gebauer

Auf meinem BLOG finden sich viele Aufsätze und Berichte über spannende Aktenfunde, historische Besonderheiten,
uralte Familiengeschichten und allgemeine Hinweise. Ich würde mich freuen, wenn Du im Zusammenhang mit dem
'Thema Samland' auch auf meinen BLOG hinweisen würdest, weil das einer meiner Forschungsschwerpunkte ist. Siehe: http://genealogischenotizen.blogspot.de/

Ich kenne fast alle alten Köllmergeschlechter im Samland und habe zu den meisten Familien umfangreiche Genealogien
ermittelt
(weil ich über meine Mutter mit fast allen irgendwie weitläufig verwandt bin). Wer Wurzeln im Samland hat,
sollte sich mit mir in Verbindung setzen. Mailto: viktorhaupt(at)aol.com

Ich habe von den meisten Kirchspielen umfangreiche Datenabschriften.

In Kürze werde ich meinen online veröffentlichten Datenbestand erneut aktualisieren (z.B. bei GENEANET). Siehe:
http://gw5.geneanet.org/viktorh_w
Es werden dann mehr als 19.000 ordentlich miteinander verknüpfte Einzelpersonen aus über 400 Jahren ostpreußischer
Geschichte online einsehbar
sein, zum größten Teil aus dem Samland, aber auch in geringeren Anteilen aus den Kreisen
Bartenstein, Gerdauen, Preußisch Eylau.

Grüße aus Berlin
Viktor

Mailto: viktorhaupt(at)aol.com


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Zur Zukunft der samländischen Heimatkreisgemeinschaft.

Beitragvon -sd- » 02.12.2012, 18:19

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Kreisgemeinschaft Fischhausen / Samland.

Zur Zukunft der samländischen Heimatkreisgemeinschaft.


Nicht nur wir, auch alle anderen ostpreußischen Kreisgemeinschaften
stehen vor der Frage: Was können und wollen wir als Heimatvereine
bei rückläufigen Mitgliederzahlen und abnehmenden finanziellen Mitteln
in den nächsten Jahren noch leisten ?

Aus diesem Grund haben wir beschlossen, eine Tagung zu den immer
drängenderen Zukunftsfragen zu organisieren, denn viele gute Ideen
kommen vor allem auch von vielen guten Köpfen.

Wie können wir sicherstellen, dass die samländische Kultur, das
Vermächtnis der Erlebnisgeneration, für die Nachwelt erhalten bleibt ?

Welche Aufgaben und Ziele kann die Heimatkreisgemeinschaft
Fischhausen / Samland mit beschränkten Mitteln noch erreichen
?

Was wird einmal aus Archiv und Heimatmuseum ?
(Digitalisierung und Archivierung aller Unterlagen.)

Wir möchten Nachkommen unserer Samländer gewinnen, denn wenn
es die Erlebnisgeneration nicht mehr gibt, dann wird der Hauptschwer-
punkt in der Familien- und Heimatforschung liegen.

Die Kreisgemeinschaft kann in der Zukunft nur weiter bestehen, wenn
es genügend Nachwuchs für vielfältige Aufgaben gibt. Darum möchten
wir alle Interessierten, die Lust haben bei uns in der Kreisgemeinschaft
mitzuarbeiten, herzlich einladen.

Geschäftsstelle in Pinneberg, Telefon 04101-22037

Besuchen Sie uns im Internet unter
http://www.kreis-fischhausen.de
http://www.kreis-fischhausen.de/


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Festschrift der Kreisgemeinschaft Fischhausen.

Im Jubiläumsjahr 2011 haben wir eine Festschrift herausgegeben, die
viele Informationen über die Geschichte des Samlandes enthält. Eine
Übersicht über Städte und Gemeinden des Kreises Fischhausen , heutige
russische Ortsbezeichnungen sowie Angaben über die Existenz der Orte.
Aber auch die Entwicklung der Kreisgemeinschaft nach dem Krieg, z.B.
wie aus ersten Anfängen der Heimatstube ein Museum wurde, kommt
nicht zu kurz. Erinnert wird auch an das schwere Schicksal der Heimat-
vertriebenen in der neuen Heimat. Erlebnisberichte von Samländern
runden diese Darstellung ab.

Zu bestellen bei der

Kreisgemeinschaft Fischhausen e.V.
Postfach 1732
25407 Pinneberg

Tel./Fax (04101) 22037

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Re: Das Samland > Kreisgemeinschaft Fischhausen (Ostpr.)

Beitragvon -sd- » 05.02.2013, 19:27

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4. Februar 2013

Die Kreisgemeinschaft Fischhausen besteht seit ca. 1950, und 1964
wurde der erste 'Heimatbrief' herausgegeben
.


Seit über acht Jahren gehöre ich dort dem Vorstand an, der bei uns
zum größten Teil aus Nachgeborenen besteht. Auch wir haben ein sehr
umfangreiches Archiv und sogar ein Heimatmuseum und müssen uns
Gedanken machen, was einmal daraus werden wird. Unsere Samländer
haben diese Dinge abgegeben, die sie zum Teil mühsam aus der Heimat
gerettet haben. Nie würde ich zustimmen, daß diese Sachen oder sogar
Archivmaterial wieder dorthin kommt, wo es herkam. In unserem Fall
wäre es Rußland.

Jetzt kann ein gutes Verhältnis zu den Bürgermeistern dort und dergleichen
herrschen, aber wissen wir, was einmal sein wird ? Es kommt vielleicht
eine neue Verwaltung und die hält "das Zeug" für nutzlos, und alles landet
auf dem Müll. Nein, das finde ich nicht gut. Und auch die Samländer,
für die diese Dinge wertvoll waren, wären bestimmt alles andere als
begeistert. Vor allem ginge es auch für die Interessenten und Familien-
forscher hier verloren.

Unser Archivmaterial, über Jahrzehnte abgegeben und zusammengetragen,
läßt mein Forscherherz immer wieder höher schlagen, aber, und das ist
das Problem, es müßte richtig archiviert und digitalisiert werden, damit
man bei Anfragen nicht hunderte Unterlagen durchsuchen muß, sondern
per Mausklick weiß, was da ist und das Entsprechende dem Datenträger
entnommen werden kann. Doch dazu braucht man Helfer/innen und die
sind leider nicht so leicht zu finden
.

Ich bin der Meinung, daß Kreisgemeinschaften schon noch eine ganze
Weile weiter existieren können, nur muß sich die Arbeit der KG's in
Zukunft mehr auf Familienforschung und Historie konzentrieren, denn
nur diese Leute werden sich noch für Ostpreußen interessieren.
Also alles mit einem anderen Hintergrund.

Wie gesagt, ich weiß was in KG´s an Material schlummert und ich finde
es schade, daß manch Familienforscher nicht ran kommt, aber Auskunft
aus umfangreichem Material zu geben, ist sehr zeitaufwendig und die
meisten Helfer/innen arbeiten ehrenamtlich.

Heidrun Meller
Mailto: H.Meller(at)t-online.de

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Hallo Heidrun Meller, ich habe Deinen / Ihren Sachstandsbericht aufmerksam
und mit Interesse gelesen. Wenn es mir von Ihnen / von Dir erlaubt wird, möchte
ich diese ehrliche Bestandsaufnahme gern in meinem AHNEN-NAVI als m.E.
lesenswerte, anschauliche Situationsschilderung hinzufügen. Es würde die dort
vorhandenen Beiträge ergänzen.
Da meine Internetseiten erfreulich oft besucht und die einzelnen Beiträge häufig
angeklickt werden, melden sich möglicherweise auch noch Bereitwillige, die Eure
anzuerkennenden Bemühungen unterstützen möchten.
Ich hoffe auf 'Grünes Licht' und würde mich über eine positive Antwort freuen.
Dieter Sommerfeld, Jahrgang 1937


Hallo Dieter, natürlich gebe ich Dir gern 'Grünes Licht'.
Liebe Grüße, Heidrun Meller
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Eroberung des Prussengaus Samland.

Beitragvon -sd- » 07.06.2019, 09:33

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Blätter ostpreußischer Geschichte.
Die große Gründung.


Es war in den ersten Januartagen des Jahres 1255, daß von der Burg Balga ein langer
Zug gewappneter Ritter und Knechte zur Eroberung des Prussengaus Samland aufbrach.
Ein Kreuzzug war es, aber anders als im Morgenlande. Nicht Hitze und Durst plagten
die Kreuzfahrer. Man trabte einige klare Wintertage hindurch über das Eis des Frischen
Haffs und durch verschneite Wälder und Felder. Die Kreuzfahrer waren nicht Franzosen
und Normannen oder Lothringer und Schwaben wie im Orient, sondern Menschen des
Ostens. Der Hochmeister Poppa von Osterna, der Organisator des Unternehmens, war
zwar ein Franke, aber er wußte, daß die Zukunft seines Ordens in Preußen lag und
nicht in Palästina. Führer des Zuges war mit einem stattlichen Heer der Böhmenkönig
Ottokar, der mächtigste Fürst des Reiches in dieser kaiserlosen Zeit. Er und sein
Schwager Markgraf Otto von Brandenburg hatten sich in ihrer Heimat schon als Kolo-
nisatoren bewährt, und auch die Ritter aus Thüringen, Sachsen und Meißen, die ihnen
folgten, dachten wohl nicht nur an ihr Seelenheil und an den Kampf gegen die Heiden,
als sie durch die fremde, ihnen aber im Grunde heimatlich vertraute Landschaft zogen,
sondern auch daran, wie man dieses Land verbessern, wie man es mit Burgen, Städten
und Dörfern, Häfen und Brücken, Dämmen und Mühlen füllen, mit Kaufleuten, Hand-
werkern und Bauern besetzen könnte.

Die Eroberung des Samlandes geschah im Geiste einer Zeit, der die Gewalt ein erlaub-
tes Mittel im Kampf für die Kirche Christi war. Am Ende des Unternehmens stand eine
in die Zukunft weisende Tat. Schon die weitschauenden lübischen Kaufherren hatten
an der Pregelmündung eine Handelsstadt gründen wollen. Es war nicht dazu gekommen.
Als der Hochmeister jetzt mit seinen Kampfgenossen von der steilen Uferhöhe auf das
Pregeltal hinabblickte, beschloß man dort, wo eine prussische Fliehburg Tuwangste
schon bestanden hatte, eine Burg zu gründen, von der aus man sowohl die von Elbing
am Haff entlang über die Kneiphofinsel zu Bernsteinstrand führende wie die nach Kur-
land über die Nehrung und die flußaufwärts nach Litauen führenden Handelsstraßen
beherrschen und auch den Hafen, der entstehen sollte, sichern konnte. Zu Ehren des
königlichen Helfers nannte der Hochmeister die Burg Königsberg.

Die Königsberger haben das Andenken ihres Namenspatrons stets in Ehren gehalten.
Die Ottokarstraße und die Ottokarkirche in Maraunenhof erinnerten an ihn. Sein
Standbild an der Innenseite des Königstores war wohl das einzige Denkmal, das diesem
Fürsten gesetzt worden ist.

Dr. Fritz Gause

Quelle: OSTPREUSSEBBLATT, Folge 3 / 1956

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