Heimatkreis Marienburg (Westpreußen).

Teilweise mit Nennung zugehöriger Orte, Landkarten, Stadtpläne.

Heimatkreis Marienburg (Westpreußen).

Beitragvon -sd- » 20.07.2015, 10:44

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Heimatkreis Marienburg (Westpreußen):
http://www.heimatkreis-marienburg.de/


Mailto: email(at)heimatkreis-Marienburg.de



Ergänzende Informationen:
Marienburg gehörte ab 1772 (nach der 1. Teilung des Königreichs Polen)
zu der neu geschaffenen Provinz Westpreußen.

Ab 1815 (Neuabgrenzung nach der napoleonischen Zeit)
zur Provinz Westpreußen.

Ab dem 3. Dezember 1829 zur Provinz Preußen
(Ost- und Westpreußen jetzt vereinigt).

Ab 1878 zur Provinz Westpreußen
(Ost- und Westpreußen jetzt wieder selbständige Provinzen).

Ab 1920 (nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg) zur Provinz Ostpreußen;
Ostpreußen war jetzt in die vier Regierungsbezirke Königsberg,
Gumbinnen, Allenstein und Marienwerder (zu dem Marienburg gehörte)
gegliedert.

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It is surely Marienburg or Malbork today. The main genealogy web site
is http://www.westpreussen.de/cms/ct/einwo ... enbank.php

You might want to look around there even though it's in German.
The above page asks for a surname search.

Fred Rump
Mailto: fredrump(at)gmail.com

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In Polen gibt es Unterlagen zu Marienburg, Kreis Marienburg;
RB Danzig u. Marienwerder:

Geburtsregister: 1897-1944
Heiratsregister: 1897-1944
Sterberegister: 1879-1944

Adresse:
Urzad Stanu Cywilnego, Plac Slowianski, 82-200 Malbork

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Wieder gibt es etwas Besonderes in der 'Kujawsko-Pomorska Digital Library'
in Thorn zu finden.

Verfügbar sind

1. Walther Ziesemer
'Das Marienburger Konventsbuch der Jahre 1399-1412'
379 Seiten, Danzig 1913.
Umfang: 13,3 MB (zip-Datei)
Direkter Link:
http://kpbc.umk.pl/dlibra/docmetadata?i ... rom=latest

2. Walther Ziesemer
'Das Zinsbuch des Hauses Marienburg'
70 Seiten, Marienburg 1910.
Umfang: 1,98 MB (zip-Datei)
Direkter Link:
http://kpbc.umk.pl/dlibra/docmetadata?i ... rom=latest

3. Walther Ziesemer
'Das Marienburger Ämterbuch'
222 Seite, Danzig 1916.
Umfang: 6,8 MB
Direkter Link:
http://kpbc.umk.pl/dlibra/docmetadata?i ... rom=latest

Die Bücher enthalten eine Vielzahl von Orts- und Namensnennungen
aus der Zeit vor den Kirchenbüchern. Sicher nicht nur für den
interessant, der seine Wurzeln bis zu diesem Zeitpunkt in der
Region zurückverfolgen kann.

Matthias E. Theiner

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Re: Heimatkreis Marienburg (Westpreußen).

Beitragvon -sd- » 14.06.2020, 13:10

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'Katastrophaler Rückgang Bevölkerungsdichte im Kreis Marienburg
um 50 Prozent abgesunken'.


Das Ausmaß der wirtschaftlichen und bevölkerungsmäßigen Rückständigkeit
des westpreußischen Kreises Marienburg nach dreizehn Jahren polnischer
Verwaltung wird in einer umfassenden Untersuchung dargestellt, die das Organ
des Posener West-Instituts 'Przeglad Zachodni' kürzlich veröffentlichte. Danach
liegt die Bevölkerungsdichte des Kreises noch immer um mehr als die Hälfte
unter dem Stande von 1939 (heute: 85 je qkm, vorher: 173 je qkm).
Besonders stark hat sich der Bevölkerungsrückgang auf dem Lande ausgewirkt,
wo gegenwärtig nur 34 Menschen je qkm gegenüber 52 je qkm im Jahre 1939
leben. Während 1951 die Dichte der ländlichen Bevölkerung noch 36 Personen
je qkm betrug, ging sie in den folgenden Jahren zurück. Die Untersuchung
stellt dazu fest, daß der „beunruhigende Rückgang der Bevölkerungsdichte"
auf die Abwanderung der Bauern zurückzuführen sei. Nur um die Vorkriegs-
besiedlungsdichte des Kreises Marienburg zu erreichen, müßten noch rund
12.000 Personen angesiedelt werden. Der Bevölkerungsmangel sei auch eine
Ursache für die geringen landwirtschaftlichen Erträge, zumal der schwere
Boden in der Weichselniederung und die klimatischen Bedingungen eine er-
höhte Arbeitsintensität verlangten. Hinzu kämen die ungenügenden Wirt-
schaftsmethoden der aus Zentralpolen stammenden Neusiedler. Den Nieder-
gang der landwirtschaftlichen Produktivität des Kreises führt die Untersuchung
an Hand einer vergleichenden Tabelle der Hektarerträge vor. Danach wurden
auf dem Ackerland, das überhaupt bestellt wurde, geerntet:
Weizen 16,3 dz (1933 - 1938: 27,8 dz), Roggen 14,6 dz (23,2 dz), Gerste 18,3
dz (28,2 dz), Hafer 15,6 dz (27,1 dz), Kartoffeln 91 dz (186 dz),
Zuckerrüben 188 dz (365 dz). Auch der gegenwärtige Viehbestand liegt weit
unter dem Niveau der Vorkriegszeit.

Quelle: OSTPREUSSEN-WARTE, Juli 1958

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Die Marienburg.

Beitragvon -sd- » 14.06.2020, 17:22

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'Die Marienburg'.

Eine Deutschordensburg hatte ähnliche Räume wie ein Kloster: eine Kapelle,
den Speisesaal, auch Remter genannt, den Kapitel- und den Schlafsaal. Wie
im Kloster wurden die Gemeinschaftsräume um einen viereckigen Innenhof
angelegt, aus Sicherheitsgründen jedoch in einem oberen Stockwerk.

Durch Schüttböden für Getreide und gut ausgebaute Vorratskeller wollte
man verhindern, daß die Burg im Kriege ausgehungert werden konnte. In
der Marienburg lagerten 1376 nicht weniger als 8.000 t Getreide.

Die Burgen waren nicht sehr geräumig. Die größten Burgen, so die Marienburg,
maßen nur 60 m Seitenlänge. Alle Brüder, etwa 50 an der Zahl, lebten gemein-
sam in einem Raum von nur 15 m Länge und 7 m Breite. Allein die Kranken
brachte man in einem gesonderten Spital unter.

Wenn auch der Orden selbst sehr reich war, galt doch für den einzelnen Ritter
das Mönchgelübde der Armut. Hinzu kamen die Gelübde der Keuschheit und
des Gehorsams.


Quelle: 'Unser Weg durch die Geschichte'.
Ausgabe für Realschulen. 1975. Band 2 'Mittelalter und Neuzeit'.
Hirschgraben-Verlag, Frankfurt am Main.

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