Erkennen alter Schriften. Download-Möglichkeiten.

Hilfen zur Übertragung 'Deutscher Schriften' in unsere heute gebräuchliche Lateinschrift.
Tages- und Monatsbezeichnungen in alten Kirchenbüchern sowie römische Ziffern.

Erkennen alter Schriften. Download-Möglichkeiten.

Beitragvon -sd- » 30.05.2012, 16:54

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Die meisten Dokumente mit denen Genealogen konfrontiert werden sind von Pfarrern oder Kanzleibeamten nieder-
geschrieben. In den Kirchenbüchern des 17. und 18. Jahrhundert erfolgte dies meist in lateinischer Schreibschrift
(Antiqua), die relativ einfach zu lesen ist. Die in Kanzleien üblichen Kanzleischriften waren zwischen Frakturschrift
und Kurrentschrift angesiedelt, worin man sich auch schnell einlesen kann.

Ungewohnt ist dagegen die Schreibschrift Kurrent, entstanden aus der spätgotischen Notula und seit dem 15. Jahr-
hundert in Deutschland gebräuchlich. Kurrent ist der lateinischen Schrift recht ähnlich und leicht erlernbar. Je öfter
man sie liest, desto schneller geht es. Das wirkliche Problem ist nicht die Kurrentschrift, sondern sind die
schlechten Handschriften in manchen Büchern.

Der Begriff 'Kurrentschrift steht für eine zügig geschriebene Schreibschrift (lat. currens = laufend). Wenn von
"deutscher Kurrentschrift" gesprochen wird, ist meist die Schreibschrift gemeint, die Ende des 19. Jahrhunderts
bis Anfang des 20. Jahrhunderts die gebräuchliche Verkehrsschrift in Deutschland war. Die Buchstaben sind schlank
und haben ausgeprägte Ober- und Unterlängen. Die Schrift wirkt etwas eckig, weshalb sie zuweilen auch als
"Spitzschrift" bezeichnet wird.

Die Sütterlinschrift ist eine von dem deutschen Grafiker Ludwig Sütterlin (1865 bis 1917) entwickelte Schreibschrift,
die 1915 an den preußischen Schulen eingeführt wurde. Im Laufe der Zeit wurde diese Schrift in allen deutschen
Ländern übernommen und beibehalten, bis sie 1941 verboten wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie nur
noch vereinzelt an einigen Schulen gelehrt. Abgelöst wurde sie durch die lateinische Schrift, die wir noch heute
schreiben.

Obwohl es sich bei der Sütterlinschrift nur um eine spezielle Ausprägung der deutschen Kurrentschrift handelt, wird
sie oft fälschlicherweise als Oberbegriff für "die deutsche Schrift" verwendet.

Bei der Sütterlin-Schrift sind die einzelnen Buchstaben 'aufgerichtet', sie stehen also gerade auf den Linien und
sind nicht mehr nach rechts geneigt. Die Buchstaben sind relativ breit und nicht mehr verschnörkelt. Außerdem
sind die Ober- und Unterlängen sehr kurz gehalten.

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Heinz Chinnow *) > Vergleichstafel / Comparison Chart
http://chinnow.blogspot.com/search?upda ... -results=7


*) Heinz Chinnow ist am 3. März 2010 verstorben. Siehe:
http://forum.sommerfeldfamilien.net/vie ... php?t=3659

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Entziffern alter Schriften
Tips und Tricks zur Entzifferung alter Schriftarten findet man
auf der Internetseite von Peter Dörling:
http://www.suetterlinschrift.de/Lese/Ti ... Tricks.htm

Sütterlinschrift und Frakturschrift:
http://www.suetterlinschrift.de/index.html


- Die Sütterlinschrift als Handschrift.
- Die Frakturschrift in Büchern.
- Die Entwicklung unserer Schrift.

...

Moin Dieter, na klar darfst du meine Webseite verlinken - was für eine Frage !
Ich freue mich darüber. Die Erlaubnis gilt ebenso für meine anderen Webseiten.
Peter Dörling

www.suetterlinschrift.de - Sütterlinschrift und Frakturschrift.
www.ahnenforschung-in-stormarn.de - Ahnenforschung und Geschichte im Kreis Stormarn.
www.schmunzelmal.de - Schmunzelgeschichten, Katzengeschichten, Gedichte, Poesie.


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Deutsche Schriften zum Herunterladen:
www.mathesius.de/privat/naumann/runterla.html


- Antiqua, MA Bastarda, Fraktur, Deutsche Werksschrift.
- Old London, Gotic, Wilhelm Klingspor-Schrift.
- MA GKursiv, MA Golice.
- Deutsche Kurrent, Sütterlin.
- Handschrift.

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Über 300 Schriftarten zum Download:
http://www.steffmann.de/


Hier gibt es über 300 Schriften zum Download, die auf der Webseite
von Dieter Steffmann betrachtet werden können, darunter
- Alte Schwabacher, Schwabacher.
- Aristokrat-Kanzlei Zierbuchstaben.
- Chursächsische Fraktur.
- Flämische Kanzleischrift.

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Sütterlin-Schrift lesen / Fraktur-Schrift lesen.

Beitragvon -sd- » 10.02.2014, 10:57

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Sütterlin-Schrift lesen / Fraktur-Schrift lesen:
http://www.suetterlinschrift.de/Lese/Inhalt.htm


Interessante Beispiele. Nach meinen Erfahrungen so ziemlich alles dabei,
was einem in Kirchenbüchern älteren Datums (vor 1700) über den Weg
läuft.

Das hilft beim Entziffern:
http://www.suetterlinschrift.de/Lese/Kanzlei1.htm
http://www.suetterlinschrift.de/Lese/Kanzlei2.htm


Quelle:
Peter Dörling, Norderstedt.

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