Hilfen bei der Urkunden-Entzifferung.

Hilfen zur Übertragung 'Deutscher Schriften' in unsere heute gebräuchliche Lateinschrift.
Tages- und Monatsbezeichnungen in alten Kirchenbüchern sowie römische Ziffern.

Hilfen bei der Urkunden-Entzifferung.

Beitragvon -sd- » 01.10.2019, 20:44

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Hilfen bei der Urkunden-Entzifferung.

A. M. [ http://maleyka-online.de ] schrieb am 8. Januar 2006
auf der Ost-West-Preußen-Mailingliste:

Im Hamburger Abendblatt habe ich einen interessanten Artikel
über eine Gruppe schriftkundiger Ruheständler gefunden, die
sich einmal in der Woche zum "Übersetzen" alter Papiere
treffen.

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Habe mir Deine beiden Urkunden vergrößert und ausgedruckt …
aber … ich kann schon jetzt sehen, daß auch ich so meine
Schwierigkeiten habe.

Drei Vorschläge, wie Du besser und zuverlässiger zu befriedigenderen
Ergebnissen kommen könntest:

Du nimmst einfach mal Deine Urkunden und gehst in eines
der Altenheime bei Dir in der Nähe. Da gibt’s etliche ältere
Zeitgenossen, die schriftkundig sind und überhaupt keine
Probleme haben werden, Dir bei der Entzifferung zu helfen.
Und sie werden es gern tun, weil das eine schöne, lohnenswerte
Aufgabe ist. Sie werden endlich einmal gefordert. Du fragst
am besten bei der Stationsleiterin oder Altenheimleitung,
ob sie jemanden wissen, der sich mit Ahnenforschung
beschäftigt hat. Du wirst Dich wundern.

Nächster Vorschlag: Du setzt ein entsprechendes Hilfeersuchen
in einer Genealogischen Mailingliste ab. Nach dem Motto,
bin noch jung und ahnenforschungsmäßig ganz am Anfang.
Wer kann mir beim Entziffern zweier lesbar geschriebener
Urkunden behilflich sein und wem darf ich dieserhalb zwei
Anhänge schicken ?

Dritte Möglichkeit: Du wendest Dich an eine der Sütterlin-Stuben,
die sich auch mit Schriftstücken befassen, die nicht in Sütterlin
geschrieben sind. Siehe nachfolgende Links.

Vielleicht hilft’s weiter.
Das wünscht Dieter (Sommerfeld), Hamburg

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Die 'Deutsche Schreibschrift', auch Suetterlin-Schrift genannt,
wurde von Ludwig Sütterlin, Grafiker und Künstler (* Lahr 23.07.1865,
+ Berlin 20.11.1917) geschaffen. Diese Handschrift wurde seit 1915
an den preußischen Schulen empfohlen und war die Grundlage der
1935 an den deutschen Schulen als 'Normalschrift' eingeführten
Schreibschrift, die offiziell 1941 bereits durch die 'Deutsche Normal-
schrift', eine lateinische Schrift, ersetzt aber teilweise noch bis etwa
1947 in einigen Schulen gelehrt wurde.

Wer sich über alte Handschriften weitergehend informieren will, dem
stehen viele hilfreiche Bücher zur Verfügung. Darunter kann ich z.B.
empfehlen:

Leseschlüssel zu unserer alten Schrift.
Taschenbuch der deutschen Schriftkunde
von Paul Arnold Grun

mit 66 Schrifttafeln usw.. 1984.
C.A. Starke Verlag, Limburg (Lahn)

Für weitergehende Übungen und Informationen empfehle ich
beispielhaft folgenden Link im Internet:

http://www.ulf-neundorfer.de/suetterlin.html

Joachim

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