Literaturhinweise.

u.a. Ereignis-Orte ehemals deutscher Bürger/innen jüdischen Glaubens. Literatur-Hinweise.

Literaturhinweise.

Beitragvon -sd- » 15.02.2016, 09:34

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Für alle Interessierten,
die auch die Jüdischen Teilnehmer des Ersten Weltkriegs
suchen und in die Forschung einbeziehen möchten.

Folgende Literaturhinweise erhielt ich von Dr. Horst Helas, Berlin.

'Feldrabbiner in den deutschen Streitkräften.'
Band 7 der Schriftenreihe des Centrum Judaicum.
Das Buch enthält die Biografien der Feldrabbiner
und eine Unmenge an ausgewählten Dokumenten.

'Die Jüdischen Gefallenen des Deutschen Heeres,
der Deutschen Marine und der Deutschen Schutztruppen
1914-1818; Ein Gedenkbuch
.'

Herausgegeben vom Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten, 1932.

'Philo-Lexikon. Handbuch des jüdischen Wissens.'
Berlin 1935.
S. 389 zahlenmäßige Auflistung der jüdischen Kriegsteilnehmer.

Hochinteressant fand ich das Dokument
Urkunde Ehrenkreuz für Frontkämpfer. Noch im April 1935
wurden Jüdische Kriegsteilnehmer im Namen des Führers
und Reichskanzlers mit dem 'Ehrenkreuz für Frontkämpfer'
ausgezeichnet.

Michael Vogel, Berlin

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Hallo Dieter, selbstverständlich kannst du das aufnehmen.
Habe mir deine Seite angesehen und finde die Idee sehr gut.
Du kannst auch den erweiterten Text gern mit aufnehmen.

Ich erhielt von Dr. Horst Helas diese Informationen im Zusammenhang
mit meinen Forschungen zum Garnisonfriedhof in Berlin. Speziell
schreibe ich derzeit zum ehemaligen Gardedivisionsprediger
Ernst Friedrich KOBER (1817 bis 1826), Feldprediger an der Festung
Saarlouis und Gardedivisionsprediger in Berlin unter Friedrich Wilhelm III.

Ich hätte nie gedacht so viel Detailmaterial im Geheimen Staatsarchiv
Preußischer Kulturbesitz zu einem Pfarrer zu finden. Nun wird es eine
richtige Biografie.

Ich habe die kompletten Daten zur Herkunft, Familie der zum Ahnenkreis
gehörenden Pfarrer Kober mit Ursprung aus Zeitz / Langenwetzendorf
im Vogtland.

Ernst Friedrich KOBER (1788-1876), Feldprediger Saarlouis, Gardedivisons-
prediger Berlin und ab 1826 Pfarrer in Ludwigsthal, Oberschlesien, und ab
1832 Archidiakon in Strehlen bei Breslau.

Sein Bruder Adolph August KOBER (1798-1877), 1824 bis zum Lebensende
Pfarrer an der Dreifaltigkeitskirche Berlin und ab 1834 Nachfolger des
berühmten Pfarrers und Mitbegründers der Berliner Universität,
Schleiermacher.

Der Sohn von Adolph August Kober, August Friedrich KOBER (1828-1896)
studierte wie sein Vater Theologie und trat seinen Dienst als Pfarrer in
Woltersdorf bei Berlin an, war anschließend in Eberswalde und Vierraden
als solcher tätig und zuletzt von 1881 bis 1896 Pfarrer in Groß Woltersdorf,
Kreis Lindow-Gransee. Alle drei Pfarrer finden Eingang in der geplanten
Biografie, da zwischen ihnen enge familiäre Kontakte unterhalten wurden.

Literaturhinweise:

Barbara Bab und Wolfgang Weiß '250 Jahre Dreifaltigkeit 1739 bis 1989.'
Herausgeber ev. Dreifaltigkeits- und St. Lucas Gemeinde Berlin.

Barbara Kündiger und Dieter Weigert 'Der Adler weicht der Sonne nicht.
300 Jahre Berliner Garnisonkirche.' ISBN 3-8148-0128-8

Beste Grüße aus Berlin
Michael Vogel
Mailto: m_vogel(at)startplus.de
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