Namenskartei mit 20 Millionen vertriebenen Zivilpersonen.

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Namenskartei mit 20 Millionen vertriebenen Zivilpersonen.

Beitragvon -sd- » 24.04.2015, 12:32

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Der KSD (= Kirchlicher Suchdienst) stellt seine Tätigkeit zum 30.09.2015 ein.
Anfragen können nur noch bis zum 30.06.2015 entgegengenommen werden.

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Heimatortskarteien (HOK) beim Kirchlichen Suchdienst.

In den nahezu lückenlosen Unterlagen des kirchlichen Suchdienstes sind
über 20 Millionen Personen namentlich zusammengefaßt. Heute nimmt der
Kirchliche Suchdienst mit seinen Heimatortskarteien im Bundesauftrag
wichtige Aufgaben als Einwohnermeldeamt für die Deutschen aus den
ehemaligen deutschen Ost- und Siedlungsgebieten wahr.

Durch die Umstellung der so genannten Meldeköpfe vom Namens- auf
das Ortsprinzip 1947 entstanden die Heimatortskarteien. 1950 wurde der
Kirchliche Suchdienst durch das Bundesministerium mit der Nachforschung
vermißter Zivilpersonen aus den Vertreibungsgebieten und der Auskunfts-
erteilung in behördlichen Angelegenheiten beauftragt.

Ende 2000 wurden die ehemals sieben Heimatortskarteien in zwei HOK-Zentren
zusammengelegt.

Die Suchdienstunterlagen einschließlich Heimatortskarteien der Gebiete
Oberschlesien, Niederschlesien mit Groß Breslau, Sudetenland, Slowakei
befinden sich beim Kirchlichen Suchdienst - HOK-Zentrum Passau.


Beim Kirchlichen Suchdienst mit seinen Heimatortskarteien (HOK) -
HOK-Zentrum Stuttgart befinden sich die Suchdienstunterlagen einschließlich
der Heimatsortskarteien für Nordosteuropa, Südosteuropa, für die Gebiete
Danzig-Westpreußen, Pommern, Ostpreußen, Estland, Lettland, Litauen,
Bessarabien, Bulgarien, Dobrudscha, Rumänien, Jugoslawien, Ungarn,
Karpaten-Ukraine, Mark-Brandenburg, Wartheland-Polen sowie für das
Gebiet der ehemaligen Sowjetunion.


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So steht es im GenWiki > http://de.wikipedia.org/wiki/Heimatortskartei:

Heimatortskarteien (HOK) sind die systematischen Erfassungen der deutschen Bevölkerung in den
ehemaligen deutschen Ost- und Siedlungsgebieten nach deren Wohnorten zum 1. September 1939.


Sie entstanden als ein Gemeinschafts-Hilfswerk von Caritas und Diakonie aus den 1945 gegründeten
Suchdienstmeldeköpfen des Kirchlichen Suchdienstes, deren vordringliche Aufgabe es war, durch Flucht
und Vertreibung getrennte Familien wieder zusammenzuführen und das Schicksal der Verschollenen
zu klären.

Bis Oktober 1946 waren fast sechs Millionen Heimatvertriebene in den Westen Deutschlands geflüchtet,
die verzweifelt nach ihren Angehörigen suchten. Durch improvisierte Such- und Meldestellen bei Pfarr-
ämtern begann die Tätigkeit des Kirchlichen Suchdienstes. Überwiegend freiwillige Helfer zogen von
Lager zu Lager, notierten die Personalien durchziehender Flüchtlinge und übertrugen diese auf Kartei-
karten und Listen in alphabetischer Reihenfolge. Die so entstandenen Meldekarten und Suchkarten
wurden untereinander verglichen, und bei Übereinstimmung konnten Sucher und Gesuchter zusammen-
geführt werden (Begegnungsprinzip).

Schon bald zeichnete sich ab, daß sich hier eine ganz spezielle Art von Suchdienstarbeit herausbildete,
die sich durch den Personenkreis und der räumlichen Begrenzung vom allgemeinen Suchdienst abhob.
So entstand erstmals beim Suchdienstmeldekopf in Hannover der Gedanke, die Flüchtlinge nicht nur
alphabetisch, sondern auch nach ihren ehemaligen Heimatwohnorten zu registrieren. Also wurde neben
der Namenskartei eine Ortskartei erstellt – die erste Heimatortskartei.

Der große Vorteil dieser Umstrukturierung war, die Nachforschungen aktiv zu gestalten. Es mußte nicht
mehr abgewartet werden, bis eine Begegnung von Such- und Meldekartei zustande kam, es konnte nun
durch Befragung von ehemaligen Nachbarn und Freunden aus dem Heimatort das Schicksal der Vermißten
geklärt werden.

Die Gesamtleitung der Heimatortskarteien, wurde am 1. Dezember 1947 der Hauptvertretung München
des Deutschen Caritasverbandes offiziell angegliedert.

Mit nahezu lückenlosen Unterlagen über mehr als 20 Millionen Menschen nimmt der Kirchliche
Suchdienst mit seinen Heimatortskarteien heute im Bundesauftrag wichtige Aufgaben als Einwohner-
meldeamt für die Deutschen aus den ehemaligen deutschen Ost- und Siedlungsgebieten wahr.


Siehe auch: http://www.kirchlicher-suchdienst.de/


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Noch immer ist das Schicksal von über 600.000 Zivilvermißten aus den ehemaligen Vertreibungsgebieten
ungeklärt. Immer noch hilft der Kirchliche Suchdienst Menschen mit jährlich über 22.000 Auskünften.

Eine Möglichkeit, verschollene Familienangehörige zu suchen / zu finden:
http://www.kirchlicher-suchdienst.de/fr ... 1pfama.php


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