Begräbnisstätten von verstorbenen Soldaten.

Deutschland unter französischem Einfluß.

Begräbnisstätten von verstorbenen Soldaten.

Beitragvon -sd- » 18.06.2016, 06:26

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Wo wurden Verstorbene der französischen Garnison Küstrin (1806-1814)
begraben ?


Hunderte Soldaten aus Italien, Schweiz, Luxemburg, Belgien, Niederlande,
Frankreich, Deutschland etc. der Armee Napoleons verstarben in den Jahren
1806 bis 1814 in der französischen Garnison von Küstrin. Gibt es zu Küstrin
Überlieferungen zu den Begräbnisorten der verstorbenen Soldaten ?
Wo werden diese vermutet ?

Für Driesen und Landsberg an der Warthe sind die Stellen bekannt, an denen
verstorbene Soldaten Napoleons begraben wurden. Auch für Driesen konnten
einige Namen verstorbener Soldaten festgestellt werden.

Driesen 1812:

".... kehrten die Trümmer der einst so stolzen französischen Armee aus
Rußland elend, jammervoll und krank wieder heim; ....

Im großen Haus an der polnischen Brücke wurde wieder ein Lazarett einge-
richtet, und es starben viele Franzosen darin, welche auf der Anhöhe
zwischen der Neu-Anspacher- und Wasserstraße begraben wurden. Dieser
Platz wurde deshalb der Franzosenberg genannt."

Quelle: http://www.vogel-soya.de/Driesen_Gesch_7.html


Landsberg an der Warthe Januar- Juli 1813:

"548 Zivilisten starben an bösartigem Nervenfieber und Hunderte in Behelfs-
lazaretten untergebrachte Soldaten der verschiedenen am Kriege beteiligten
Nationen. Begraben wurden sie z. T. auf dem 'Franzosen-Friedhof' an der
Friedeberger Straße hinter Ehrenbergs Halle."

Quelle: http://www.ahnenforschung-ende.de/ortsk ... umark.html


Wilna / Litauen 1812:

"2001 stießen Bagger in einem Neubauviertel auf das erste riesige Leichenfeld.
Opfer der Nazis oder des KGB, vermutete man spontan. Doch preußische Kaval-
lerieknöpfe, polnische Adler, spanische Münzen, kroatische Kreuze, sogar
französische Marineabzeichen zeugten alsbald davon, wo überall in Europa vor
200 Jahren Soldaten vermißt wurden.

35.000 Soldaten starben in jenen Wintertagen auf den Straßen und Plätzen
der Stadt. Tote wurden zu den Gräben gekarrt, die sie im Sommer zur
Sicherung der Stadt selbst ausgehoben hatten.

Laut Unterlagen, die 1914 von Frankreich nach Berlin und 1945 von Berlin
nach Moskau gelangten, gibt es in und um Vilnius noch sieben weitere Massen-
gräber dieser ersten beinah europäischen Armee."

Quelle: http://www.zeit.de/2011/08/Armee-Litauen

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