Unterregister der 'Salzburger Akten' des Archivs Allenstein.

Unterregister der 'Salzburger Akten' des Archivs Allenstein.

Beitragvon -sd- » 22.09.2019, 08:40

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Mitarbeit am Unterregister 'Salzburger Akten' des Archivs Allenstein.

Liebe Familienforscherinnen und Familienforscher mit Salzburger Vorfahren,

von den fast 20.000 Salzburger Emigranten von 1732 sind wohl in sehr vielen
Genealogien der Ostpreußen Nachfahren zu finden.

Seit kurzer Zeit sind nun auch die Salzburger Akten, ein für uns sehr wichtiger
Bestand des polnischen Archivs Allenstein digitalisiert worden und können
online aufgesucht werden. Es handelt sich dabei um Examina, also den Auf-
nahmeakten der 1732 in Königsberg mit Schiffen oder über Land mit ihren
Pferdegespannen angekommenen Salzburgern, wo über teilweise mehrere
Seiten die persönlichen Daten der Familien oder Einzelpersonen jeweils auf-
genommen wurden.

Der andere Teil des Bestands besteht aus den noch interessanteren Assig-
nationen und Rechnungsbüchern. Diese Akten betreffen alle Geldauszah-
lungen bis 1756 der nach 1732 in Salzburg von preußischen Beauftragten
verkauften Bauerngüter oder sonstigen von ihnen eingeforderten Vermögens-
werten. Um an diese Gelder zu gelangen, mußten die Salzburger gegenüber
den zuständigen Behörden in Königsberg oder Gumbinnen ihre jeweiligen
Ansprüche belegen. Daher sind diesen Assignationen teilweise Berichte der
Salzburger Gerichte, der preußischen Ämter oder bei Erbschaften Toten-
bescheinigungen der Pfarrer beigelegt. Gerade bei Auszahlungen an Hinter-
bliebene können für die Familienforschung sehr interessante Einträge über
diese oft aus mehreren Generationen bestehenden Erbberechtigten und
ihren damaligen Aufenthaltsorten in diesen Aufzeichnungen zu finden sein.
Besonders ergiebig sind diese Akten bei Ehefrauen, die erst nach 1732 in
Preußen geheiratet haben, und von deren Trauungen keine Unterlagen
mehr vorhanden sind. Diese sind in den Akten durch die Nennung mit
ihrem Ehemann nun eindeutig ihren Eltern zuzuordnen. Dies kann auch
bei nach 1732 geborenen Kindern möglich sein, die allerdings bis 1756
als Halb- oder Vollwaise erbberechtigt auftreten müssen.

Fritz Schütz hat 1913 für diesen Bestand des damaligen Archivs Königsberg
ein Register angelegt, welches mit der Signatur 17 S 38 in der Bibliothek
des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz zu Berlin aufbewahrt
wird.

Der Link zu den Salzburger Akten in Allenstein mit der Signatur 42/1577 ist:
http://olsztyn.ap.gov.pl/baza/wynik.php

Wir haben eine Arbeitsgruppe gebildet und stellen gerade ein Unterregister
für diese Assignationen und Rechnungsbücher zusammen. Darin werden auf-
genommen in einer Tabelle: 1. Gerichts-Folio/Aktenzeichen, 2. Salzburger
Gerichtsort (diese haben die Aktenzeichen vergeben und werden immer
auch damit genannt) und 3./4. Seitenzahl und Band des Beginns der Akte
eines Aktenzeichens. Dieses Unterregister ist sehr wichtig, da wir aus dem
historischen Register von Fritz Schütz zu den einzelnen Personen zwar ihre
Aktenzeichen kennen, da diese aber in den ca. 42 Bänden mit 300 bis 1000
Seiten an mehreren Stellen kalendarisch niedergelegt wurden, sind diese nur
sehr mühsam aufzufinden.

Wer uns bei dieser Aufgabe unterstützen möchte, sollte sich unbedingt für
eine Mitarbeit melden. Für unsere kleine Arbeitsgruppe ist das Material zu
umfangreich und wir brauchen unbedingt Hilfe. Bitte dann direkt mit mir
uw.i@gmx.de Kontakt aufnehmen.

Ulrich W. Ilchmann

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Textübernahme mit Wissen und Einverständnis von Ulrich W. Ilchmann.
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